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Aktualisierung 2001-06-30

asel, November 2000

Sarawak: Ureinwohner kämpfen ums Überleben - Gegen Staat und Industrie - Chronologie 2000

"Dieses Land ist unser Leben, unser Lebensraum, unser Atem, unser Blut, unser Besitz, unser Recht. Zu diesem Land kehren wir zurück, wenn wir sterben. Wir werden unser Land verteidigen mit unserem Leben."

Chronologie

English text | Weitere Protestaktionen | Karte | Mehr im Internet

28. April 2000: Protest gegen Regierungsprojekte

Die Chefs von 10 Penan-Siedlungen, darunter die Vertreter aus Long Kevok, Long Lunyim und Long Nen sowie dem Vorsitzenden der Sarawak Penan Association Ajang Kiew aus Long Sayan, protestierten schriftlich in aller Form beim zuständigen Forstamt sowie beim staatlichen Forstdepartement und dem Chief Minister Taib Mahmud persönlich gegen das Vorhaben der Regierung, die traditionell von den Nomaden genutzten Waldgebiete zur Abholzung und Umwandlung in Papierholz- und Palmöl-Plantagen freizugeben.

Protest letter: Fulltext

Vom Mega-Projekt der Regierung sind insgesamt 20 Penan-Siedlungen mit mehreren hundert EinwohnerInnen an den Flüssen Tutoh, Apoh, Layun, Pelutan und Patah betroffen. Die Siedlungen befinden sich teilweise in bereits eingeschlagenen Waldgebieten und haben durch die Holzindustrie schon grosse Verluste erlitten, ohne dass diese Schäden kompensiert worden wären. Bereits 1998, als die Regierung bekanntgab, dass sie für diese Waldgebiete Holz- und Plantagen-Lizenzen ausgeben will, protestierten die betroffenen Gemeinden gegen das Vorhaben - ohne Erfolg. Ihre Beschwerde blieb bis heute unbeantwortet.

Die lokale Umweltorganisation Sahabat Alam Malaysia (SAM, Friends of the Earth) verlangt darum von der Regierung von Sarawak, diese Pläne aufzugeben und stattdessen Gesetze und Politik zu ändern unddie Rechte der Ureinwohner endlich zu respektieren.

Malaysian Press: Malaysiakini

Stop all survey works on ou land - Penan villagers - 284K
Malaysian Press: Utusan Konsumer



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Juni 2000: Blockaden bei Long Sayan

Die Gruppe um Ajang Kiew errichtet zwei Blockaden, um die notorische Holzfirma Shin Yang Sdn. Bhd. an der weiteren Zerstörung ihres Lebensraumes zu hindern. Wie lange die Blockaden bei Long Sayan dauerte, ist nicht bekannt.

Map showing blockade-sites in the year 2000 - 22k
Map showing blockade-sites in the year 2000



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Im Juni 2000: Veröffentlichung des Berichtes "Nicht Entwicklung sondern Diebstahl"

Die Berichterstattung über die Penan ist widersprüchlich. Die Regierung von Sarawak behauptet, dass es keine Probleme gebe, man sich gut um die Penan kümmere und viele Projekte für sie realisiert habe. Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen berichten jedoch, dass die Penan unter fortwährenden Sanktionen, Gewalt und Verhaftungen zu leiden haben, dass ihre Landrechte missachtet werden, ihre Kultur zerstört wird und alle Bemühungen, aufzuklären, zu verhandeln oder schwerwiegende Übergriffe zu melden, einfach ignoriert werden.

Es erschien angemessen, ein Team zu entsenden, um die Situation am Oberlauf des Baram-Flusses zu untersuchen. Die Untersuchung wurde von 1995 bis 1999 vorgenommen. Der Bericht zeigt, was die Holzindustrie anstelle der versprochenen Entwicklung tatsächlich bringt, wie die Polizei auf Blockaden reagiert, dass sich das staatliche Erziehungs- und Gesundheitswesen nicht verbessert hat, usw.

Es werden auch vier Fälle vorgestellt, deren Gerichtsverfahren noch anhängig sind, zwei davon mit eidesstattlicher Erklärung zu mutmasslichem Mord (Tod durch den Einsatz von Tränengas) und Vergewaltigung eines minderjährigen Mädchens.

Fact-Finding-Mission's Report: "Not Development, but Theft" - The testimony of Penan communities in Sarawak, PDF file 557 KBytes.

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Photos: Police Field Force with the help of the loggers destroy the Long Sebatu Blockade in September 1993, using tear gas, causing the death of 4-year-old Sonny



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03. Juli 2000: Nomaden verlangen Abholz-Stopp

Eine Gruppe nomadischer Penan, unter ihnen Along Sega, Chef der Penan-Nomaden im Limbang/Madiit-Gebiet, die insgesamt über 100 Familien vertreten, verlangten mit Schreiben vom 3. Juli vom Chief Minister von Sarawak, Taib Mahmud, von Abang Johari (Komitee für Penan Angelegenheiten) sowie von den Forstbehörde von Sarawak die sofortige Einstellung jeglichen Holzeinschlags in ihren traditionellen Territorien.

Petition of Nomadic Penan: Fulltext

Gemeinsam mit SAM wurde eine Presse-Erklärung gemacht, die von der Malaysischen Presse aufgenommen worden ist und entsprechend die typische Reaktion bei den Verantwortlichen auslöste (Beilagen 6: Malaysische Presse-Artikel)

Nomadic Penan Press Release: Tulltext/Malaysian Press

Malaysian Press: Typical reaction of Sarawak's authorities



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Im Juli 2000: Penan lehnen "schonende" Abholzung ihres Lebensraumes ab

Das während Jahren vom Sarawak Forest Dept. gemeinsam mit dem Holzkonzern Samling Sdn. Bhd. und massgeblicher Unterstützung der deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) vorangetriebene Projekt FOMISS (Forest Management Information System Sarawak), den letzten grossflächig intakten Regenwald mit "schonenden" Methoden abzuholzen, wird von den betroffenen Penan-Siedlungen definitiv abgelehnt. Die Siedlungen Long Kerong, Long Sait, Long Kepang, Long Benalih, Long Sabai, Ba Pengaran, Long Ajeng, Long Lamai - alle im Quellgebiet des Baram-Flusses - lehnen es klar ab, mit einer Firma wie Samling Sdn. Bhd, die sie jahrzehntelang betrogen und bestohlen hat, eine Partnerschaft einzugehen. Dasselbe gilt für das Sarawak Forest Dept. Die Einwände der betroffenen Bevölkerung wurden vom Projekt-Team, also auch von den deutschen Mitarbeitern der GTZ, einfach ignoriert. Mit Drohungen wie: "Wenn ihr dem Projekt *Schonende Abholzung* nicht zustimmt, holzen wir halt ohne Schonung!" wurde und wird von FOMISS-Leuten weiter Druck auf die Penan gemacht, damit diese ihre Landrechte und Traditionen aufgeben. Samling korrumpierte einige Penan mit Geldzahlungen, um die geschlossene Ablehnung aufzuweichen. Deshalb sahen sich die betroffenen Siedlungen zu einer "definitiven Entscheidung" gezwungen und übermittelten diese durch eine Botschaft, die auf ein Tuch geschrieben wurde, an den BMF, der die Botschaft dann an die Adressaten weiterleitete.

Final Decision: Fulltext

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Photos: The affected Penan communities draw up their Final Desicion concerning the FOMISS-project

Report on FOMISS/Samling by Penan from Ulu Baram, march 1999

Background on FOMISS project, 1998

World Rainforest Movement on FOMISS Project, 2000

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Photos: Although FOMISS is designed to be the Pilot-project for sustainable forest management in Sarawak, unsustainable logging inside the project-area goes on as usual. Pictures: June 2000

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Photos: The Baram headwaters are polluted already

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Photos: Penan Communities from the Ulu Baram stage blockade in 1998

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Photos: Penan Communities from the Ulu Baram stage blockade in 1995



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11. August 2000: Blockade bei Long Kevok

Über 100 halbsesshafte Penan errichten bei Long Kevok eine Strassenbarrikade, um die drei Holz-Konzerne Rimbunan Hijau Sdn. Bhd, Shin Yang Sdn. Bhd. und die Rawood Sdn. Bhd. an der Abholzung ihres Lebensraumes zu hindern. Es beteiligten sich Penan aus Long Kevok, Long Layun und anderer Siedlungen aus dem Gebiet des Apoh- und des Tutoh-Flusses und auch der Penan-Führer Ajang Kiew aus Long Sayan war dabei.

Map showing blockade-sites in the year 2000

Blockage Long Kevok Aug 2000 - 17K
Photo of the Blockade-site

Blockage Long Kevok Aug 2000 - 22K
Photo of the Blockade-site

Blockage Long Kevok Aug 2000 - 15K
Photo of the Blockade-site

Blockage Long Kevok Aug 2000 - 27K
Photo of the Blockade-site

Blockage Long Kevok Aug 2000 - 14K
Photo of the Blockade-site

Blockage Long Kevok Aug 2000 - 25K
Photo of the Blockade-site

Blockage Long Kevok Aug 2000 - 19K
Photo of the Blockade-site:

Press Release by Penan and SAM: Fulltext

Malaysian Press



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Im August 2000: Blockade am Oberlauf des Limbang-Flusses

Parallel zur Long Kevok-Blockade sperren die noch nomadisierenden Penan aus dem Gebiet des Madiit- und des Magoh-Flusses, im Quellgebiet des Limbang-Flusses, eine Holzfällerstrasse. Zu dieser Protestaktion sind leider keine Informationen vorhanden. Die Nomaden-Gruppe um Along Sega, die Anfang Juli schriftlich gegen die Abholzung ihres Lebensraumes protestierte, hatte im Limbang-Gebiet schon verschiedentlich Strassen blockiert.

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Photos: In 1997 the nomadic Penan from the Ulu Limbang-area errect barrricade near I-Ot Apang accross a logging-road of SAMLING subsidiary Ravenscourt Company

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Photos: In 1999 another blockade was put up in the same area



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21. August 2000: Die Regierung gibt Bruno Manser, SAM und NGO's die Schuld an der Eskalation

Malaysian Press

Press Release by SAM: Penan Disputes with Logging Companies are Real



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22. August 2000: Verhandlungen zwischen Penan und Holzfirmen

Malaysian Press



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26. August 2000: Menschenrechts-Kommission schaltet sich ein

Die staatliche Malaysische Menschrechts-Kommission (Suhakam) empfiehlt den Penan, ihre Klagen formell bei der Kommission einzureichen.

Malaysian Press



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26. August 2000: Abbruch der Long Kevok-Blockade

Obwohl die Verhandlungen mit den Holz-Konzernen und den verantwortlichen Behörden ohne Ergebnis enden, brechen die Penan die Blockade ab, da sie im September ihre Reisfelder bestellen müssen. Die Blockade sollte danach wieder errichtet werden.



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26. August 2000: Blockade bei Long Tanyit

Über 50 Penan aus der Siedlung Long Tanyit, am Linau-Fluss im Bezirk Belaga errichten eine Strassenblockade als Protest gegen die Aktivitäten der Holzfirma Shin Yang Sdn. Bhd. mit Sitz in Miri. Weitere Informationen sind leider nicht vorhanden, da Shin Yang Sdn. Bhd. als Vergeltung das Konfliktgebiet abriegelte und den Penan den Zugang zur nächsten Stadt verwehrte und auch niemand mehr in das Krisengebiet hineinliess. Aus diesem Grund konnten die Penan von Long Tanyit weder mit lokalen Organisationen noch mit Medienvertretern Kontakt herstellen. Die Blockade hatte aber offenbar zumindest bis am 7. September 2000 bestand.

Malaysian Press



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09. September 2000: 30 Penan Führer treffen sich in Marudi

Unter Leitung von Ajang Kiew findet in Marudi die grösste Zusammenkunft der Penan seit dem Treffen in Long Seridan vom Juli 1985 statt. Die Führer und Ältesten von 12 Penan Siedlungen sowie der Nomaden am Limbang-Fluss erneuerten an diesem Treffen ihren Willen, um ihre Landrechte zu kämpfen, nachdem der Widerstand im letzten Jahrzehnt etwas einschlief. Das Treffen in Marudi bedeutet ein Wendepunkt in diesem nunmehr 20-jährigem Konflikt. Die anwesenden Penan-Gemeinschaften sprachen sich klar für die Verteidigung ihrer Landrechte aus und bezeichneten Strassen-Blockaden als einziges Mittel, um von den Verantwortlichen wahrgenommen zu werden. Die beiden Blockaden im August werden als Beginn einer neuen Protestwelle bezeichnet, sollte die Regierung ihre Politik nicht ändern.

Eine schriftliche Eingabe an die Malaysische Menschenrechts-Kommission wird eingereicht.

Malaysian Press: The Penan Struggle

Malaysian Press

Meeting at Marudi - 10K
Photo: Meeting at Marudi



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16. September 2000: Die Regierung reagiert in gewohnter Manier

Der Tourismus Minister von Sarawak und Vorsitzende des regierungseigenen "Komitees für Penan-Angelegenheiten", Abang Johari, weist in einer typischen Reaktion alle Anschuldigungen von sich und behauptet, es sei unverantwortlich, der Regierung Verfehlungen vorzuwerfen...

Malaysian Press



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05. Oktober 2000: Blockade bei Long Nen

Etwa 100 teilweise nomadisierende Penan aus 7 Siedlungen im Apoh/Tutoh-, und dem Akah/Patah-Gebiet errichten bei der Siedlung Long Nen am Layun-Fluss eine Strassenblockade, um die Holzfirmen Shing Yang Sdn. Bhd. und K.T.S. Sdn. Bhd. an der weiteren Zerstörung ihres traditionellen Lebensraumes zu hindern. Während das Management der Shing Yang Company erwartungsgemäss jegliche Verhandlung mit den Protestierenden ablehnte, wollte der Manager der K.T.S. Company die Forderungen der Blockierer an seine Vorgesetzten weiterleiten.

Map showing Blockade-site

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Details on the Long Nen blockade, provided by The Borneo Project

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Photos: various pictures of the Long Nen blockade

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Demands of the Penan at the Long Nen blockade



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07. Oktober 2000: Blockade bei Long Lunyim

Über 100 Penan aus der Siedlung Long Lunyim mit Unterstützung der Siedlungen Long Belok und Long Sayan errichten eine Strassenblockade bei Long Lunyim, um die Lajong Lumber Sdn. Bhd., einer Tochtergesellschaft der malaysischen Rimbunan Hijau Group of Companies, die zu den weltweit grössten Holzkonzernen zählt, am weiteren Eindringen in ihren Lebensraum zu hindern.

Map showing Blockade-site


Photos: various pictures from the Long Lunyim blockade



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08. Oktober 2000: Polizei bricht Blockade bei Long Lunyim ab

Ein Polizeikommando aus Marudi bricht die Blockade ab und bestellt die Protestierenden sowie den Manager der Lajong Lumber Sdn. Bhd. ins Büro des Bezirksamtes, um den Konflikt zu lösen. Am 09. Oktober 2000 treffen 5 Vertreter der Penan in Marudi ein, wo sie ins Büro der Rimbunan Hijau Sdn. Bhd. gebracht werden und in Anwesenheit eines Polizei-Offiziers mit der Holzfirma verhandelten, jedoch ohne Erfolg. Am 11. Oktober wollte man sich deshalb im Büro des Bezirksamtes treffen, aber der Chef der Lajong Lumber Sdn. Bhd. erschien nicht. Ohne jegliche Resultate kehrten die Penan nach Long Lunyim zurück, bereit, die Blockade wieder zu errichten.


Details on the Long Lunyim blockade, provided by: http://www.earthisland.org/borneo


Details on the Long Lunyim blockade, provided by: http://www.earthisland.org/borneo



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02. November 2000: Eine Penan-Delegation trifft die Malaysische Menschenrechtskommission

Mehrere Penan vom Oberlauf des Baram-Flusses reisen nach Kuala Lumpur, die Hauptstadt von Malaysia, um Unterstützung verschiedener Organisationen zu erhalten. Der Bericht "Nicht Entwicklung sondern Diebstahl" wird offiziell vorgestellt und bei der Malaysischen Menschenrechtskommission eingereicht. 18 malaysische Organisationen unterstützen deren Forderungen und verfassen eine Erklärung zugunsten der Penan in Sarawak.

Need to tell: Victims of development

Complaint filed with Malaysian Human Rights Commission

Joint Malaysian Statement

Malaysian Press

 

Der Malaysische Vize-Premierminister Abdullah Badawi sowie auch der Generalinspektor der Malaysischen Polizei weigern sich, die Penan zu empfangen.

Malaysian Press



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04. November 2000: Malaysische Menschenrechtskommission kündigt Untersuchungen an

Die Malaysische Menschenrechtskommission plant, die Regierung von Sarawak am 19. November in dieser Sache zu befragen und danach ins Konfliktgebiet zu reisen, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Die Kommission sicherte den Penan zu, sie auf keinen Fall allein zu lassen im Kampf um Gerechtigkeit.

Malaysian Press



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15. November 2000: Iban protestieren gegen gigantisches Papierholz-Projekt

Die zu 40% dem Staat Sarawak gehörende Gesellschaft Borneo Pulp & Paper Sdn. Bhd. (BPP) soll die Bäume, die vom Bakun-Stausee auf 800 km2 überflutet werden, verwerten - obwohl dieser Damm vielleicht überhaupt nie gebaut wird! Der Staat Sarawak steuerte zum Projekt insgesamt 2'000 km2 Wald bei - Wald, den auch die Ureinwohner für sich beanspruchen. Schon 1998 klagten die Iban deshalb die Regierung von Sarawak bei Gericht ein. Die Anhörung ist jedoch bis heute nicht angesetzt. Deshalb blockieren die Iban am Oberlauf des Tatau-Flusses die Strasse, die illegal auf und durch ihr Land führt. Insgesamt 62 km2 wurden ihnen von der Regierung gestohlen.

Photos

Concerns over Borneo Pulp & Paper-project

Natives suing Borneo Pulp & Paper Company and the Government of Sarawak

Press Release 17.11.2000



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Weitere Protestaktionen

Nicht nur die Penan befinden sich im Dauerclinch mit der Regierung, auch die Iban geraten zunehmend in die Entwicklungsmühle.

Mitte April 2000 zerstörten Mitglieder von 8 Iban-Langhäusern eine Eisenbahnstrecke, die von den Fimen Alwayield Sdn und Novelpac Sdn für den Abtansport des Holzes benutzt wurde, das ohne Bewilligung auf dem Iban-Land geschlagen wurde, um Platz für Oelpalm-Plantagen zu schaffen. Zu diesen drastischen Massnahmen sahen sich die Iban gezwungen, nachdem ein Altar für ihre Geister zerstört wurde und weder Polizei noch beschuldigte Firmen auf ihre Beschwerden reagierten.

Anfang Juli blockierten Iban mit 3 Barrikaden eine Holzfällerstrasse im Mujong Gebiet und stoppten alle mit Holz aus ihrem Wald beladenen Lastwagen. Anfang August beschlagnahmten die Bewohner von 3 Iban-Langhäusern die Buzlldozer einer Palmöl-Firma, die unerlaubt auf ihrem Land arbeitete. Mitte September findet die gerichtliche Anhörung der Iban von 6 Langhäusern statt, die Klage eingereicht haben gegen die Polizei und die paramilitärische Police-Field-Force wegen missbräuchlicher Verhaftung und willkürlicher Strafverfolgung.

Im November und Dezember dann findet der Prozess gegen die 19 seit einem Jahr eingesperrten Iban statt. Sie werden beschuldigt, an der Ermordung von 4 Plantagen-Arbeitern beteiligt gewesen zu sein (Tong Tana Dez 99).



Photos: Showing land-clearing for Oilpalm-Plantation

Iban stage human blockades against logging

Judgement by High Court against 8 Iban communities

4 gangsters, hired by State-owned company, die in tragic clash

Outbreak of violence in December 97 - Iban killed by police





Photos of the December 97 clash



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MEHR:

The rough road to achieving biodiversity conservation in north-eastern Sarawak, excerpt from Tong Tana January 2000


Map: Proposed biodiverstity-reserve in Sarawak



Map: Showing the traditional nomadic Penan territories


Map: Showing protected areas gazetted/promised
Malaysian Press-article/map: Promised Penan reserves, (New Straits Times 19/10/93)

 


Map showing blockades by Penan and other Sarawak natives from


Map: Logged areas in traditional Penan territories: 1992

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Map: Logged areas in traditional Penan territories: 1994


Map: Logged areas in traditional Penan territories: 1998, estimates Bruno Manser


Map: Logged areas/areas under logging-concession in whole Sarawak, provided by Forests Monitor U.K., 1998


Map: showing the logging-concessions in Sarawak


List: naming the logging-concission-holders in Sarawak



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