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Bruno Manser Fonds
Heuberg 25
4051 Basel
Schweiz
Tel. +41 61 261 94 74
Fax +41 61 261 94 73

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Aktualisierung 2001-05-25

Documentation "Mahnbaum für Bruno Manser"

Texte für Bruno

Statement von Remo Gysin, Nationalrat BS und Beirat Bruno Manser Fonds

Bruno Manser - aus politischer Sicht

Bruno Mansers Wirken ist hochpolitisch, nicht aber parteipolitisch. Partei hat er für die indigenen Völker ergriffen. Zwischen Grünen, Liberalen, Sozialisten und anderen hat er dazu Brücken geschlagen. Brücken hat er auch von der Gemeindepolitik zum Weithandel und von Europa nach Sarawak gebaut.

Remo Gysin auf dem Bärenplatz, Bern 23. Mai 2001
Remo Gysin auf dem Bärenplatz, Bern 23. Mai 2001
Photo: Ruedi Suter

Selbst auf symbolischer Ebene ist Bruno Manser politisch. Sein Sprung mit dem Gleitschirm auf Malaysia vom 29. März 1999 verdeutlicht dies. Der Flug symbolisiert das Geistige, seine Gedankenschnelle und auch die Idee. Das mitgeführte gestrickte Lamm ist eine Friedensgeste. Und die Landung auf dem Boden steht als Symbol für das Konkrete. Bruno Manser ist mit seinen Vorstellungen meist im Konkreten, in umsetzbaren Aktionen, gelandet. Dazu zwei Beispiele:

  • Der Verzicht auf Tropenholz: Eine Petition mit 7300 Unterschriften sowie Motionen von Hugo Wick im Nationalrat und Rosmarie Simmen im Ständerat im Jahre 1993 und die Motion von Christoph Eymann 1997 verlangten eine Deklarationspflicht für Tropenholz auf direktem und parlamentarischem Wege. Die im November 1997 gestartete Gemeindekampagne gegen den Kauf von Tropenholz führte zu einer Verzichtserklärung von heute insgesamt 288 Gemeinden und sieben Kantonen. Die Aktion ist noch immer am Laufen. Jeden Monat kommen weitere Gemeinden dazu.
  • Der Kampf um die Rechte der Penan auf Selbstbestimmung und autonomen Lebensraum erfolgt konzentriert auf die malaysische Urbevökerung, ist aber auch vernetzt im weltweiten Ringen um die Rechte indigener Völker. Mit der Unterzeichnung der IAO-Konvention 169 könnte die Schweiz dazu eine weltweite Bewegung und die kollektiven Grundrechte von Urvölkern stärken. Bruno Manser, sein Fonds und seine Freunde haben auch dieses Thema schon vor Jahren aufgegriffen. Meine Motion zur Ratifizierung des IAO-Abkommens 169 wurde vor rund einem Jahr in ein unverbindliches Postulat umgewandelt. Am ersten Tag der Juni-Session steht nun eine gleichlautende, wiederum vom Bundesrat bekämpfte Motion der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates auf der Traktandenliste.

Bruno Manser ist es in jahrelanger kontinuierlicher Konzept- und Basisarbeit gelungen, seine zentralen Anliegen, zum Diskussions- und Handlungsgegenstand für die verschiedensten Akteure auf allen politischen Ebenen zu machen. Der Kampf um Lebensräume und Menschenrechte wird nie enden. Wir machen weiter und hoffen, dass Bruno Manser wieder zu uns Stösst.

23. Mai 2001



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