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Schweiz
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Aktualisierung 2001-05-25

Petition an den Bundesrat

Austritt der Schweiz aus der ITTOTitel
Importmoratorium für Tropenholz aus Raubbau

Texte Français | English Text

Die Internationale Tropenholz-Organisation ITTO wurde 1983 von Tropenholz exportierenden und importierenden Ländern gegründet mit dem klaren und verbindlichen Ziel, ab dem Jahr 2000 nur noch tropische Hölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zu handeln, während der Handel mit Holz, das den eigens dafür geschaffenen ITTO-Richtlinien nicht genügt, verboten werden soll.

Mit dem Hinweis auf dieses Ziel wurde dann in den 90er-Jahren, als nicht zuletzt durch das totale Engagement von Bruno Manser in den Industrienationen das Bewusstsein für die Problematik der Zerstörung der tropischen Regenwälder erwachte, jegliche Kritik an der kommerziellen Holzausbeutung in den Regenwäldern mundtot gemacht, obwohl schon absehbar war, dass das Ziel der ITTO nicht erreicht werden wird. Die Tropenholz produzierenden Länder beabsichtigten sowieso nie, dieses Ziel zu erreichen!

Die ITTO hat anlässlich ihrer Session im November 2000 zugegeben, das Ziel nicht erreicht zu haben. Die Schweiz ist in einer eigenen Evaluation zu demselben Schluss gekommen: Kein einziges der angeschlossenen Produzentenländer bewirtschaftet seine Wälder heute, im Jahr 2001, nach den Richtlinien der ITTO - weniger als 1% des international gehandelten Tropenholzes entspricht heute den Richtlinien der ITTO! Es herrscht nach wie vor das Motto: „Maximaler Gewinn in kürzester Zeit", ohne Rücksicht auf Biodiversität, kulturelle Vielfalt und globale Auswirkungen. .Die Zerstörung der tropischen Regenwälder durch die Holzindustrie nimmt sogar zu. Neben der Ausrottung vieler Tier- und Pflanzenarten sind es die Waldvölker, die unter dem Tropenholzkonsum der reichen Industrienationen zu leiden haben.


Foto: Ruedi Suter

Unerklärlicherweise werden von den ITTO-Mitgliedsländern der industrialisierten Welt nun aber keine handelspolitischen Massnahmen ergriffen, wie das im Rahmen der ITTO ursprünglich vorgesehen war. Sie wollen das „Ziel" nun einfach erst in 4, 10 oder gar 15 Jahren erreichen! Bis dahin wird es in den meisten Tropenholz exportierenden Ländern keine natürlichen Regenwälder mehr geben, sondern nur noch Holzplantagen.

Die ITTO trägt also nichts zum Schutz der tropischen Regenwälder bei. Dennoch dient das ITTO-Ziel 2000 der Schweizer Regierung (Bundesrat, Wirtschaftsdepartement EVD, Staatssekretariat für Wirtschaft seco) als Vorwand, um griffige Massnahmen gegen die Zerstörung der tropischen Regenwälder (z.B. Importverbot für Raubbauholz, Deklarationspflicht) zu verhindern. Darum fordern wir den Bundesrat auf, die Mitgliedschaft bei der ITTO zu kündigen und die dadurch eingesparten Mittel (mindestens 2 Millionen Franken pro Jahr) für wirksamere Massnahmen zum Schutz der Tropenwälder einzusetzen.

Als weitere Konsequenz des Scheiterns der ITTO verlangen die Unterzeichnenden vom Bundesrat einen sofortigen Einfuhrstopp für sämtliches nicht aus ökologisch und sozial nachhaltiger Produktion stammende Tropenholz, insbesondere auch für Holz aus Sarawak / Malaysia, wo der Raubbau an den Wäldern besonders schlimm ist und die Rechte der Penan und anderer Ureinwohner notorisch missachtet werden.

 

Wir unterstützen die vom Bruno-Manser-Fonds lancierte Petition an den Bundesrat

"Austritt der Schweiz aus der ITTO
Importmoratorium für Tropenholz aus Raubbau"

Eine Petition kann von Allen, unabhängig von Alter, Nationalität oder Wohnsitz unterschrieben werden.

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