Home Page
Aktivitäten
Archiv
Rundbriefe
Presse
Links
Bruno Manser Fonds
Heuberg 25
4051 Basel
Schweiz
Tel. +41 61 261 94 74
Fax +41 61 261 94 73
info@bmf.ch
Aktualisierung 2001-05-25
|
Petition an den Bundesrat
Austritt der Schweiz aus der ITTOTitel
Importmoratorium für Tropenholz aus Raubbau
Texte Français
| English Text
Die Internationale Tropenholz-Organisation ITTO wurde 1983 von Tropenholz
exportierenden und importierenden Ländern gegründet mit dem
klaren und verbindlichen Ziel, ab dem Jahr 2000 nur noch tropische Hölzer
aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zu handeln, während
der Handel mit Holz, das den eigens dafür geschaffenen ITTO-Richtlinien
nicht genügt, verboten werden soll.
Mit dem Hinweis auf dieses Ziel wurde dann in den 90er-Jahren, als nicht
zuletzt durch das totale Engagement von Bruno Manser in den Industrienationen
das Bewusstsein für die Problematik der Zerstörung der tropischen
Regenwälder erwachte, jegliche Kritik an der kommerziellen Holzausbeutung
in den Regenwäldern mundtot gemacht, obwohl schon absehbar war, dass
das Ziel der ITTO nicht erreicht werden wird. Die Tropenholz produzierenden
Länder beabsichtigten sowieso nie, dieses Ziel zu erreichen!
Die ITTO hat anlässlich ihrer Session im November 2000 zugegeben,
das Ziel nicht erreicht zu haben. Die Schweiz ist in einer eigenen Evaluation
zu demselben Schluss gekommen: Kein einziges der angeschlossenen Produzentenländer
bewirtschaftet seine Wälder heute, im Jahr 2001, nach den Richtlinien
der ITTO - weniger als 1% des international gehandelten Tropenholzes entspricht
heute den Richtlinien der ITTO! Es herrscht nach wie vor das Motto: „Maximaler
Gewinn in kürzester Zeit", ohne Rücksicht auf Biodiversität,
kulturelle Vielfalt und globale Auswirkungen. .Die Zerstörung der
tropischen Regenwälder durch die Holzindustrie nimmt sogar zu. Neben
der Ausrottung vieler Tier- und Pflanzenarten sind es die Waldvölker,
die unter dem Tropenholzkonsum der reichen Industrienationen zu leiden
haben.
Foto: Ruedi Suter
Unerklärlicherweise werden von den ITTO-Mitgliedsländern der
industrialisierten Welt nun aber keine handelspolitischen Massnahmen ergriffen,
wie das im Rahmen der ITTO ursprünglich vorgesehen war. Sie wollen
das „Ziel" nun einfach erst in 4, 10 oder gar 15 Jahren erreichen! Bis
dahin wird es in den meisten Tropenholz exportierenden Ländern keine
natürlichen Regenwälder mehr geben, sondern nur noch Holzplantagen.
Die ITTO trägt also nichts zum Schutz der tropischen Regenwälder
bei. Dennoch dient das ITTO-Ziel 2000 der Schweizer Regierung (Bundesrat,
Wirtschaftsdepartement EVD, Staatssekretariat für Wirtschaft seco)
als Vorwand, um griffige Massnahmen gegen die Zerstörung der tropischen
Regenwälder (z.B. Importverbot für Raubbauholz, Deklarationspflicht)
zu verhindern. Darum fordern wir den Bundesrat auf, die Mitgliedschaft
bei der ITTO zu kündigen und die dadurch eingesparten Mittel (mindestens
2 Millionen Franken pro Jahr) für wirksamere Massnahmen zum Schutz
der Tropenwälder einzusetzen.
Als weitere Konsequenz des Scheiterns der ITTO verlangen die Unterzeichnenden
vom Bundesrat einen sofortigen Einfuhrstopp für sämtliches nicht
aus ökologisch und sozial nachhaltiger Produktion stammende Tropenholz,
insbesondere auch für Holz aus Sarawak / Malaysia, wo der Raubbau
an den Wäldern besonders schlimm ist und die Rechte der Penan und
anderer Ureinwohner notorisch missachtet werden.
|
Wir unterstützen die vom Bruno-Manser-Fonds
lancierte Petition an den Bundesrat
"Austritt der Schweiz aus der ITTO
Importmoratorium für Tropenholz aus Raubbau"
Eine Petition kann von Allen,
unabhängig von Alter, Nationalität oder Wohnsitz unterschrieben
werden.
|
| Name |
Adresse |
Unterschrift |
| 1. |
|
|
| 2. |
|
|
| 3. |
|
|
| 4. |
|
|
| 5. |
|
|
| 6. |
|
|
| 7. |
|
|
| 8. |
|
|
| 9. |
|
|
| 10. |
|
|
|