Home Page
Bruno Manser Fonds Aktualisierung 2001-05-25 |
Petition an den Bundesrat und das eidgenössiche ParlamentRatifizierung der Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation IAODie Indianer, die in Amerika um ihre Landrechte kämpfen, die Aborigines, die in Australien ihre Bodenschätze verteidigen, die Penan in Malaysia, die unter der Abholzung der Regenwälder leiden, die Adivasis in Indien, die den Staudämmen am Narmada weichen müssen - sie alle haben eines gemeinsam: Sie gehören zu den indigenen Völkern, die weltweit 300 Millionen Menschen zählen. Sie alle erhoffen sich in ihrem Kampf ums Überleben, um ihre Rechte und ihre kulturelle Identität viel von der Konvention 169 der internationalen Arbeitsorganisation.
Die Konvention "über indigene und in Stämmen lebende Völker" verpflichtet bisher 14 Unterzeichnerstaaten, ihren Urvölkern insbesondere Landrechte, kulturelle Entfaltung und politische Mitwirkung zu garantieren. Die Schweiz hat die Sache der Urvölker unterstützt, indem sie deren Präsenz am UNO-Sitz in Genf mitfinanzierte und Delegationen im Bundeshaus empfing. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) konnte 1998 in einer Broschüre verkünden, der Bundesrat begrüsse die Ziele der Konvention und die zuständigen Ämter im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) seien für ihre Ratifikation. Hingegen lehnte der Nationalrat im März 2001 unverständlicherweise die Unterzeichnung dieser Konvention ab!
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||