Olympia 2020 ohne Tropenholz!

Olympia 2020 ohne Tropenholz!

2020, beziehungsweise 2021 aufgrund der globalen Verbreitung des neuartigen Corona-Virus, finden in Tokio die Olympischen Spiele statt. Die japanische Regierung und das Olympische Komitee IOC haben nachhaltige Spiele versprochen. Doch auf den Baustellen für das neue Olympiastadion wird Tropenholz aus Sarawak und Indonesien verwendet.

Die japanische Regierung steckt in den Vorbereitungen für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio. Der Startschuss für die Bauarbeiten am neuen Olympiastadion in Tokio fiel im Dezember 2016. Sperrholz aus Sarawak dient als Betonverschalung während den Bauarbeiten.

Japan ist der weltweit grösste Importeur von tropischem Sperrholz: mehr als die Hälfte davon stammt aus Malaysia. Die Hälfte des exportierten Sperrholzes aus Sarawak geht nach Japan. Die laxen japanischen Gesetze verhindern nicht, dass Holz, dessen Abholzung die Rechte der Indigenen verletzt und illegal geschlagen wird, auf die Baustellen gelangt. Dort wird das tropische Sperrholz als Betonverschalung verwendet und nach zwei- oder dreimaligem Gebrauch weggeworfen.

Unabhängige Untersuchungen belegen, dass die Firma Taisei Corporation, welche für den Bau des neuen Olympiastadions verantwortlich ist, schon oft Sperrholz aus Sarawak verwendet hat. Darunter findet sich insbesondere Tropenholz der grossen Abholzugsfirma Shin Yang aus Sarawak. Shin Yang ist bekannt für ihre besonders aggressive Abholzugspraxis und die systematische Verletzung der Rechte der lokalen Bevölkerung. Mehrere Penan-Gemeinden zogen gegen Shin Yang wegen illegaler Abholzung und Landnahme vor Gericht, bisher noch ohne Erfolg.

Der Bruno Manser Fonds protestierte im Dezember 2016 vor dem IOC in Lausanne und überreichte einen Brief von über 40 NGOs, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen. IOC-Vizepräsident John Coates versprach, das Anliegen aufzunehmen. Im Mai 2017 übergaben eine indigene Delegation aus Sarawak und der Bruno Manser Fonds eine Petition mit über 3000 Unterschriften an die japanische Botschaft in Bern. Die Petition verlangt, dass kein Holz aus Regenwaldzerstörung für die Bauten und Bauarbeiten der Olympischen Spiele verwendet werden darf und dass Holz erst nach eingehender Prüfung auf Nachhaltigkeit, Legalität und Einhaltung von Menschenrechten auf den japanischen Markt zugelassen werden darf.

Wir müssen weiter Druck aufbauen und von der japanischen Regierung Garantien für nachhaltige Spiele verlangen: Für das Olympiastadion darf kein Holz aus Regenwaldzerstörung verwendet werden! Unterschreiben Sie unsere Petition. Bewegen wir Sport und Politik zum Fair Play


Weiterführende Links:
„Japan’s Links to Rainforest Destruction in Malaysia: Risks to a sustainable2020 Tokyo Olympics“, 2015, Global Witness.

“Broken Promises”, 2018, Rainforest Action Network

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