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Regenwaldzerstörung: Neue Kontroverse um Schweizer Grossbanken

Regenwaldzerstörung: Neue Kontroverse um Schweizer Grossbanken

Ölpalmen statt Regenwald: neue Plantage auf Borneo (Bild: Bruno Manser Fonds)

Die Schweizer Banken Credit Suisse und UBS sowie die französische BNP Paribas verhelfen dem indonesischen Palmölkonzern Golden Agri - Resources zu neuem Kapital in der Höhe von bis zu 280 Millionen Schweizer Franken (185 Millionen Euro). Damit will die zur indonesischen Sinar Mas - Gruppe gehörende Holdinggesellschaft unter anderem die Expansion ihrer Palmölplantagen in Indonesien finanzieren. Umweltschützer befürchten, dass die Finanzspritze für Golden Agri die Abholzung der tropischen Regenwälder im indonesischen Teil von Borneo und in West Papua weiter beschleunigen wird. Gemäss Angaben von Greenpeace Indonesien plant Sinar Mas dort die Anlage von bis zu 2,8 Millionen Hektaren neuer Ölpalmplantagen.

Das letzte Woche durch die Erklärung von Bern bekannt gemachte Geschäft hat mittlerweile eine internationale Kontroverse entfacht. So deponierten am vergangenen Freitag deutsche Regenwaldschützer 10'000 Protestunterschriften gegen den Millionendeal bei der Berliner Niederlassung der Credit Suisse. Im Lauf dieser Woche sollen grosse Anzeigen gegen das Geschäft in der "Zeit" und anderen deutschen Medien geschaltet werden.

Credit Suisse enttäuscht Umweltschützer besonders

Im Zentrum der Proteste steht die Credit Suisse, die bereits vor zwei Jahren für ihre Führungsrolle beim Börsengang des malaysischen Tropenholzkonzerns Samling international heftige Kritik einstecken musste. Trotz damaliger Versicherungen der Grossbank, man habe das Geschäft eingehend geprüft, wurde Samling wenige Monate nach dem Börsengang wegen grossflächigem illegalem Holzschlag in Guyana verurteilt. Bisher hat die Credit Suisse keinerlei Fehler im Zusammenhang mit der Samling-Finanzierung eingestanden. Die vor kurzem neu verabschiedeten internen Richtlinien für die Finanzierung von Geschäften mit Bezug zum Wald ("Global Forestry Policy") werden von der Bank unter Verschluss gehalten.

Gegenüber dem Bruno Manser Fonds verteidigte die Credit Suisse ihre Finanzierung von Golden Agri-Resources mit dem Hinweis darauf, dass dem Palmölkonzern "Auflagen" gemacht würden. Auf Nachfrage wollte die Bank aber nicht präzisieren, welcher Art diese Auflagen sind. Der Bruno Manser Fonds verlangt von der Credit Suisse und der UBS einen vollständigen Rückzug aus der Finanzierung der Palmöl-Industrie und eine Offenlegung ihrer Finanzierungsrichtlinien für Geschäfte im Tropenwald.

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(13. Juli 2009)

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«Der Chief Minister hat uns belogen. Er versprach uns ein Biosphärenreservat, doch nichts davon wurde realisiert.»
 
by moxi