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MIGROS: Schwere Vorwürfe gegen Palmöl-Lieferanten

MIGROS: Schwere Vorwürfe gegen Palmöl-Lieferanten

Kahlschlag statt Regenwald: Rodung für IOI-Ölpalmplantage auf Land der Kayan-Ureinwohner auf Borneo (Tinjar, Sarawak, Malaysia)

Der Bruno Manser Fonds verlangt von MIGROS eine Auflösung sämtlicher Verträge mit dem malaysischen Palmölkonzern IOI. Dies teilte der Bruno Manser Fonds der Migros Anfagn Mai in einem Schreiben mit. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, hat der Bruno Manser Fonds bei seinen Mitgliedern und Spendern eine Postkartenaktion gestartet.

Grund für die Forderung sind die grossflächige Rodung von Regenwald-Ökosystemen, die Verletzung von Landrechten der Ureinwohner und eine Reihe von Gesetzesverstössen durch IOI auf der Insel Borneo.

Dem Bruno Manser Fonds liegen Beweise vor, dass IOI systematisch den Lebensraum der Kayan-Ureinwohner im Einzugsgebiet des Tinjar-Flusses im malaysischen Bundesstaat Sarawak zerstört. Über die Situation im Tinjar hatte bereits BBC World News im vergangenem Dezember berichtet. Am 31. März 2010 erklärte ein malaysisches Gericht die Plantagenaktivitäten von IOI im Tinjar-Gebiet für ungesetzlich und verfassungswidrig. Ebenfalls im März wurde auf Grund eines Berichts von Friends of the Earth Europe bekannt, dass IOI im indonesischen Teilstaat West Kalimantan systematisch gegen die Gesetze und die Bestimmmungen des "Roundtable on Sustainable Palm Oil" (RSPO) verstösst.

IOI, ein RSPO-Gründungsmitglied, verkauft der Migros als "nachhaltig" zertifiziertes Palmöl aus Plantagen in West-Malysia. Migros hatte in den vergangenen Jahren ihr Engagement für "nachhaltiges" Palmöl verschiedentlich zu Marketingzwecken eingesetzt. Der Bruno Manser Fonds ist der Auffassung, dass das unglaubwürdige Doppelspiel von IOI nicht toleriert werden darf.

(11. Mai 2010)

Brief_an_die_Migros_IOI_Palmoel.pdf (155KB)

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by moxi