Urwaldfreundliche Gemeinden gesucht

Anlässlich der Gedenkfeier für Bruno Manser am 8.5.2010 forderten der Bruno Manser Fonds und der Förderverein für umweltverträgliche Papiere und Büroökologie Schweiz die Schweizer Gemeinden per Brief auf, "urwaldfreundlich" zu werden und sich der Kampagne „urwaldfreundliche Gemeinden“ des Bruno Manser Fonds anzuschließen.
Zehn Jahre nach dem Verschwinden Bruno Mansers können sich bereits 614 Gemeinden „urwaldfreundliche Gemeinde“ nennen, 25 weitere prüfen derzeit, ob sie einen Beitrag zum Urwaldschutz leisten wollen und der Kampagne beitreten werden.
Das 1997 von Bruno Manser initiierte Projekt zielt darauf ab, den Verbrauch von Frischfaserpapier und Holz aus Raubbau in den Gemeindeverwaltungen zu minimieren. Erreicht wird dies durch eine papiersparende Arbeitsweise, den Einsatz von Recyclingpapier und Frischfaserpapier mit dem FSC-Label sowie durch die Verwendung von Schweizer Holz oder Holz aus nachhaltiger Beschaffung (FSC Label). Bei der Umsetzung können sich die Gemeinden vom FUPS (Förderverein für umweltverträgliche Papiere und Büroökologie Schweiz) beraten lassen.
Nach wie vor werden für die Möbel-, Bau- und Papierindustrie Urwälder in den Tropen und im Norden abgeholzt, derzeit fallen täglich 45.000 Hektaren Urwald dem Raubbau zum Opfer. Urwälder, die die Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen bilden und die einen wichtigen Klimaregulator darstellen.
Auf der projekteigenen Homepage kann die Liste der urwaldfreundlichen Gemeinden eingesehen werden. Andere Gemeinden können durch eine mail aufgefordert werden, urwaldfreundlich zu werden.
14.5.2010

