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Rundbriefe






Bruno Manser Fonds
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Aktualisierung 2002-09-25

Tong Tana, Juni 2002

Zeitung des Bruno Manser Fonds

zu den Themen Regenwald, Indigenenrechte und Holzhandel

Cover Tong-Tana 2002-6 3-0K

Inhaltsverzeichnis


Editorial

«Der Mensch ist schlecht.»

Dies bekam ich oft zu hören, als ich mich vor 20 Jahren mit der Welt auseinanderzusetzen begann und empört war ob all der berechneten Unmenschlichkeiten, die zu begehen und zu akzeptieren wir bereit sind aus Angst, unser materielles Glück zu verlieren.

«Der Mensch ist ein Eigennutzoptimierer» heisst das heute, und all die himmelschreienden, sozialen und ökologischen Ungerechtigkeiten haben unter dem Harmlosigkeit suggerierenden Begriff der «Globalisierung » den Rang eines Naturgesetzes erhalten - zumindest behauptet das die momentan massgebende Wirtschafts- und Politikwissenschaft. Als Beweis für diese Theorie wird die «Bevölkerungsexplosion» den Bedürfnissen unserer Konsumgesellschaft gegenübergestellt, also z.B. die Weltbevölkerung verglichen mit dem Toilettenpapier-Konsum der 1. Welt…

Egoismus und Materialismus sind aber keine Naturgesetze: «Die Katastrophe hätte verhindert werden können, wenn die Bäume auf dem Hügel nicht gefällt worden wären», meinte z. B. ein ungenannter Beamte der Waldbehörde von Sarawak zur Tribune, als er im Februar im Stau steckenblieb, den ein abgerutschter Hang verursachte.

Der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Deutschland hat 1994 in einem Bericht zur globalen Gefährdung der Böden festgehalten: «Böden bilden eine essentielle, bisher zu wenig beachtete Lebensgrundlage der Menschheit. Viele lokale Prozesse summieren sich zu einem globalen Umwelttrend, dem dringend mit politischen Massnahmen begegnet werden muss.» Der Beirat eruierte zwölf vom Menschen verursachte «Bodenkrankheiten» und benannte diese nach geographischen Brennpunkten. Seither steht das «Sarawak-Syndrom» global für die Zerstörung des Bodens durch Übernutzung von Wäldern.

Die Internationale Tropenholz-Organisation ITTO kam 1989 zum gleichen Schluss, und empfahl Sarawak - vergeblich - eine drastische Reduzierung des Holzschlags.

Beide Institutionen untermauerten ihre Schlussfolgerungen mit ökonomischen Argumenten: Natürliche Ressourcen sind endlich. Sind sie geplündert, geht einerseits eine Einkommensquelle verloren, andererseits entstehen immense, durch die Plünderung verursachte Folgekosten.

Die Tropenholzindustrie ist sich dessen bewusst - und macht die Industrieländer dafür verantwortlich, weil diese «nicht bereit seien, eine nachhaltige Forstwirtschaft in den Tropen zu finanzieren.» (Malaysias Premier Mahathir, The Star 15.3.02).

Sechzehn Menschen verloren in der Schlammlawine in Sarawak ihr Leben, anderswo verloren viele alles, was sie hatten. Gleichzeitig gab Sarawaks Holzindustrie bekannt, in den Jahren 2000/01 Produkte im Wert von 5,5 Milliarden Schweizer Franken exportiert zu haben. So entpuppen sich die Argumente der Globalisierungs- Das Sarawak-Syndrom heilslehre - von der «Armutsbekämpfung» bis zum «Wohlstand für Alle!» - als eigentliche Wurzel des Übels.

Zwar bescheiden die Globalisierungsgläubigen den UmweltschützerInnen eine wichtige Aufgabe was die Aufklärung der Öffentlichkeit betrifft. Wenn es dann aber darum geht, den Wünschen einer verantwortungsbewussten Gesellschaft Folge zu leisten, verweist der politisch-wirtschaftliche Komplex als Begründung für seine Untätigkeit auf die Naturgesetze der «Globalisierung » und der «Welthandelsorganisation WTO».

In der Schweiz würden 90% der Bevölkerung ein Import-Verbot für Holz aus Tropenwaldzerstörung begrüssen (BUWAL 1998), während in der EU 80% der Bevölkerung die Tropenholzindustrie für die Vernichtung der Regenwälder verantwortlich macht (Waldinstitut Universität für Bodenkultur, Wien 1998).

Solange sich die PolitikerInnen hierzulande wegen besagter Naturgesetze ausser Stande sehen, den Bedürfnissen der Massen gerecht zu werden, sind wir weiter mitschuldig an der Zerstörung der Grundlagen des Lebens schlechthin. Die Ohnmacht gegenüber der Globalisierung, lässt uns aber auch zusammenrücken mit den Penan und anderen Randgruppen: Lassen wir nicht zu, dass nach dem Unrecht auch noch die Ohnmacht zum Naturgesetz erklärt wird!

Was wir brauchen, ist ein Ausbruch aus dem Gefängnis angstgeprägter Denkmuster, ein Ende des Wachstumsund Machbarkeitswahns! Wir brauchen Alternativen zu einem auf den persönlichen Vorteil reduzierten Sinn des Lebens! Neue, langfristig angelegte Gesellschaftskonzepte sind gefragt - und Menschen, die den Mut haben, ganzheitliche Modelle zu denken, daran zu arbeiten und in die Gesellschaft zu tragen!

In diesem Prozess können die indigenen Völker mit ihrem vernetzten Weltbild, ihrer nachhaltigen Nutzung und intuitiven Fähigkeiten unser Vorbild sein.

Der berühmte Biologe Edward O. Wilson schreibt im alarmierenden Buch «Die Zukunft des Lebens: Wir brauchen die Natur und insbesondere ihre Hochburgen, die Wildnis. Sie ist die fremde Welt, der unsere Spezies ihren Aufstieg zu verdanken hat, und sie ist auch unsere sichere Heimat, in die wir zurückkehren können. Sie bietet uns die Vielfalt, für die unser Geist geschaffen ist.»

An diesen Geist glauben wir! Mit Ihrer Unterstützung kämpfen wir weiter für die Zukunft des Lebens.

John Künzli




Diese Blockade bei Long Pengaran wurde am 8.Mai vom Militär aufgelöst




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Sarawak - Malaysia

Situation der Penan



jk - Im Quellgebiet des Baram-Flusses findet sich die grösste noch intakte Waldfläche Sarawaks. Hier pflegen die ansässigen Penan seit einigen Jahrzehnten einen halbsesshaften Lebensstil: Sie leben zwar in festen Häusern und pflanzen Bergreis an, den Grossteil ihres täglichen Bedarfs an Nahrung, Medizin, Baumaterial usw. jagen und sammeln die Penan aber weiterhin im Wald.

Ende der 80er Jahre stoppten die Penan die Holzfäller durch wiederholte Strassenblockaden, bis 1993 die erfolgreichste Penan-Blockade bei Long Sebatu und das ganze Dorf nach über 8 Monaten in einem riesigen Polizei- und Militäreinsatz dem Erdboden gleichgemacht wurde (der kleine Sonny starb an den Folgen des Tränengaseinsatzes).

Deshalb suchten die Holzfirma Samling und die Regierung von Sarawak nach unkonventionellen Wegen, um diese letzte grosse Holz-Mine Sarawaks auszubeuten: man versprach den Penan, ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen und den Wald "schonend" zu nutzen. Die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit GTZ bot Hilfe an und entwickelte mit Samling und der Waldbehörde das Projekt FOMISS (Waldbewirtschaftungs-system Sarawak). Gemeinsam versuchten die 3 Projektpartner, die Penan zur Zustimmung zu bewegen. Obschon von FOMISS als vollwertige Projektpartner bezeichnet, hätte sich deren "Beteiligung" auf eine abschliessende Zusage beschränkt. Als sich die Penan jedoch nicht über den Tisch ziehen liessen - zuviele Versprechungen haben Samling und die Regierung schon gebrochen - machte die GTZ Bruno Manser für das Scheitern verantwortlich, was beweist, dass auch die GTZ die Penan nicht als vollwertige, eigenständige Menschen betrachtet.

Letztes Jahr verliess die GTZ Sarawak wieder und überlässt einer superreichen und skupellosen Abholzfirma einen mit deutschen Steuermillionen finanzierten Waldbewirtschaftungsplan - und verweigert den betroffenen Penan und NGOs die Akteneinsicht.

Samling beginnt den FOMISS-Waldbewirtschaftungsplan umzusetzen

Im Februar begutachteten Samling-Arbeiter den Wald im Gebiet der Siedlungen Long Sepigen (ca. 30 Familien, 80 Mitglieder) und Long Kerong (45/230). Hier eskalierte die Situation bereits 1997, als über 70 Penan mit Samling-Angestellten verhandeln wollten und bei einem brutalen Militäreinsatz ("Demnächst bombardieren wir Long Kerong!") 14 Personen verletzt und 4 Penan verhaftet wurden (s. Rundbrief April 1997). Die vier Penan wurden später freigesprochen, gegen die Paramilitärs wurde aber nie ein Strafverfah-ren eröffnet.

Im März 2002 drang Samling in den Wald der Siedlung von Long Lai (27/100) ein. Wiederholt suchten die Penan das Gespräch mit den Samling-Managern, um zu verhandeln - bisher ohne Erfolg.

Die Penan-Dörfer Long Benali (16/85) und Long Pengaran (4/30) sind der Zerstörung ihres Lebensraumes durch die Interhill Company ausgesetzt. Die Interhill- Company beruft sich auf die Kelabit von Long Lelleng, welche ihr den Holzschlag erlaubt haben. Die am 2. Mai von den Penan von Long Pengaran errichtete Strassenblockade wurde am 8. Mai von 3 Zügen des Militärs gewaltsam aufgelöst. Zehn Bulldozer arbeiten derzeit mit Hochdruck im Gebiet.

Welle des Widerstands

Mindestens 6 weitere Blockaden wurden seit dem 27. März im Einzugsgebiet der Flüsse Limbang und Baram errichtet - so viele wie seit 10 Jahren nicht mehr! Den Anfang machten die Penan von Long Sayan und Long Belok, die in den letzten 18 Monaten unter Anleitung des erfahrenen Aktivisten und Häuptlings Ajeng Kiew wiederholt die Strasse der Holzfirma Interhill Sdn. Bhd. blockiert hatten. Zwar wurde nach drei Tagen ein Abkommen mit Interhill unterzeichnet, das



Blockaden der Penan seit März 2002

 

allerdings von den Penan widerrufen wurde, da es ihren Forderungen nicht genügte und Folgeverhandlungen ergebnislos blieben. Am 18. April errichteten die Penan dieStrassenblockade erneut, der Ausgang des Disputes ist noch offen.

Die zweite Blockade wurde von den Penan am Patah- Fluss errichtet - ebenfalls auf einer Strasse der Firmen Interhill Company und Rimbunan Hijau. Der Manager zeigte sich mit allen Forderungen der Penan einverstanden und bestellte sie nach Marudi, um in Anwesenheit der Bezirksbehörde einen Vertrag zu unterschreiben. Am 2. April war dann aber niemand von Interhill in Marudi, und die Penan kehrten zurück und errichteten die Blockade am 18. April erneut. Bis heute beteiligen sich an dieser Blockade 5 Penan-Siedlungen!

Penan-Nomaden wehren sich

Die dritte Blockade wurde am 8. April überraschend von den Penan-Nomaden, die im Magoh-Gebiet am Tutoh-Fluss leben, errichtet. Die Nomadengruppe wird von Guman Megut angeführt und kämpft gegen die Woodman Company. Diese Blockade wurde am tor Balan Seling, ein selbsternannter Penan-Kenner, 13. April aufgeben, nachdem Woodman Co. die schwe- liess am 27. Dezember 2001 in der Sarawak Tribune ren Fahrzeuge und Geräte aus dem Wald der Nomaden verlauten, dass die Penan vom Tutoh-Fluss Bruno zurückzog. Die Nomaden befürchten aber, dass die Manser vertrieben hätten, weil sie realisierten, dass Firma zurückkehren wird, wie sie das in der Vergan- nur die Regierung ihnen helfen kann. genheit immer getan hat. Die Penan verlangen die Anerkennung ihrer Landrechte durch die Regierung von Sarawak. Die Penan verlangen die Anerkennung ihrer Landrechte durch die Regierung von Sarawak.

Die vierte Blockade wurde am 10. April von Penan-Nomaden aus dem Limbang-Gebiet errichtet am Madihit- Fluss, wo die Tamex Timber Company, eine Tochter des Weltkonzerns Samling, seit Jahrzehnten den Lebensraum der Penan vernichtet. Obschon die Polizei am 17. April versuchte, die Blockade aufzulösen, konnte sie bis Ende April aufrechterhalten werden. Along Sega's Gruppe blockierte am 10. April die Strasse der Lee Ling Company, die früher Limbang Trading hiess und dem ehemaligen Umweltminister James Wong gehörte. Obwohl die Polizei mit dem Einsatz von Tränengas drohte, konnte die Blockade bis am 15. Mai aufrechterhalten werden.

Auch Kayan und Kenyah protestieren

Eine weitere, Anfang April von der Siedlung Long Bemang am Apoh-Fluss installierte Blockade eskalierte, als der Manager des Holzlagers der Rimbunan Hijau Company durchdrehte und die Ureinwohner nach alter Väter Sitte den Wüterich kurzerhand fesselten und in ihr Langhaus zum Dorfchef brachten. Darauf wurden 32 Penan und Kayan verhaftet. Die Ureinwohner verteidigen sich, dass Rimbunan Hijau seit Jahren in ihren Wald eindringe und dass sie den gewalttätigen und beleidigenden Manager zu seinem eigenen und dem Schutz aller anderen ruhig stellen mussten. Das Gericht hat den Fall noch nicht behandelt, die der Freiheitsberaubung Angeschuldigten befinden sich weiter in Haft.

Quellen: Presse-Erklärung SAM, 23.04.2002; Nachricht der Penan vom Ulu Baram; The Star/Borneo Post, 18./28.04.2002; www.surforever.com/sam (Sahabah Alam Malaysia); www.earthisland.org./borneo/ (Borneo Project)

 

Das entwickelte Elend

jk - Wie immer, wenn sich Sarawaks Ureinwohner gegen die staatlich verordnete "Verbesserung" ihrer Lebensumstände wehren, geht das Establishment nicht auf das Problem ein, sondern wirft Fremden vor, das Elend der Penan zu eigennützigen Zwecken zu missbrauchen.

So jagen sich die Gerüchte, ein neuer "Weisser Rajah", oder eben Bruno Manser stecke hinter der derzeitigen Welle des Widerstandes. Denn gemäss der Regierung von Sarawak geht es den Penan besser als jemals zuvor.

Der für die "Entwicklung" der Penan zuständige Senator Balan Seling, ein selbsternannter Penan-Kenner, liess am 27. Dezember '01 in der Sarawak Tribune verlauten, dass die Penan vom Tutoh-Fluss Bruno Manser vertrieben hätten, weil sie realisierten, dass nur die Regierung ihnen helfen kann.

Wir haben im Januar 2002 von der Malaysischen Botschaft folgende Informationen zur aktuellen Situation der Penan erhalten:

- Die Penan haben mehr staatliche Hilfe erhalten, als die anderen Dayak-Gruppen.

- Die Penan dürfen ihre Kultur und Tradition leben und bewahren.

- Die Penan dürfen von der Globalisierung und Informations-Technologie profitieren.

- Das staatliche Komitee für Penan-Angelenheiten hilft den sesshaften Penan, den Lebensstandard zu verbessern, indem es Schulen und Kliniken bereitstellt.

- Der Staat liefert Brücken, Wasserleitungen, Reismühlen, Baumaterial etc.

- Es wurden vier Penan-Zentren eingereichtet

- Die staatliche Penan-Stiftung hat in den vergangenen 15 Jahren 15 Mio. Ringgit (7 Mio. Franken) investiert, um die Armut der Penan auszurotten und sie sesshaft zu machen

- Die Penan seien sich bewusst, dass diese staatliche Unterstützung ihren Lebensstandard im Vergleich zu früher gewaltig verbessert habe...

 


Guman Megut und seine Gruppe blockieren die
Strasse der Wodman Company; April 2002.

Das Departement des Chief Ministers von Sarawak erinnert daran, dass ausschliesslich aktiv kultiviertes Land von den Ureinwohnern beansprucht werden kann. Zwar hat die Regierung den Penan erlaubt, in ausgeschiedenen Waldflächen ihren traditionellen Lebensstil fortzuführen - gleichzeitig erlaubt sind aber auch "Entwicklungs-Aktivitäten" wie die Abholzung. Die Regierung betont, sie werde für die Penan keinen Wald schützen!

Stattdessen sollen die Penan auf eine "bessere" Zukunft vorbereitet werden. Es gibt Pläne, die 12'000 Penan zusammenzupferchen in einer einzigen Siedlung inmitten einer Ölpalm-Plantage, wo sie als billige Sklaven für den globalisierten Palmölmarkt arbeiten sollen.

Quelle: Chief Minister Department Sarawak, Januar 2002

 

 

Die Penan waren nicht immer hungrig, arm und krank

jk - Die Penan erzählen eine ganz andere Geschichte der staatlichen Entwicklungshilfe. Weil der Staat nur Landrechte anerkennt für Flächen die vor 1958 aktiv kultiviert wurden, sind die Penan, die bis dahin als Jäger und Sammler nomadisch lebten, die einzigen Ureinwohner Sarawaks, die bis heute überhaupt keine Landrechtstitel besitzen. Seit über 20 Jahren sind sie deshalb gezwungen, mit verzweifelten Mitteln ihre Lebensgrundlagen zu verteidigen. Alle Aufforderungen und Bittschriften an die Regierung, ihre legitimen Landansprüche wurden ignoriert. Alle Versprechungen, Wald für die Penan zu schützen, wurden von der Regierung gebrochen. Dass es den Penan heute schlechter geht als je zuvor, davon zeugen Aussagen der Sprecher an den Blockaden:

Ajeng Kiew, 50, Vorsitzender der Penan-Vereinigung von Sarawak und Chef der Siedlung Long Sayan am Apoh-Fluss: " Wir baten die Regierung, unseren Gemeindewald zu schützen. Wir baten um Schulen und Spitäler. Aber ie schickten die Holzfäller...


Penan Frau beim zubereiten von Wildem Sago,
Erst mit den Holzfällern kam der hunger

Und jetzt die Plantagen-Firmen. Was geschah mit dem vielen Geld, das die Regierung für uns ausgegeben hat? Warum kommt nie jemand zu uns, um zu sehen, dass wir leiden?"

Ayan Jelawing, 64, Long Beluk am Apoh-Fluss: "Apoh bedeutet Sago in unserer Sprache. Wir waren die ersten Menschen in dieser Gegend und haben dem Fluss den Namen gegeben. Unsere Grenzen wurden respektiert, bis in den 80er Jahren die Holzfäller kamen und sagten, wir hätten überhaupt keine Rechte!"

Seman Ngang, 60, Long Kevok: "Das Penan-Zentrum ist in Wirklichkeit gar nichts. Die Klinik hat keine Medizin, es gibt nicht einmal ein Telefon, keine richtige Strasse. Wo geht das Geld der Regierung für uns hin?"

Lolie Mirai, Long Leng am Layun-Fluss: "Es wurde von Waldreservaten für uns Penan gesprochen, aber statt dessen kamen die Holzfäller. Wir haben keine Erfahrung in der Landwirtschaft, niemand hilft uns."

Johnny Lalang, 37, Long Lunyim am Pelutan-Fluss: "Man behandelt uns wie Dummköpfe. Die haben überhaupt keinen Respekt vor uns. Bevor die Regierung uns Entwicklung bringt, muss sie uns respektieren. Alles was wir wollen, ist unseren Wald!"

Lep Selai, Nomade vom Limbang-Fluss: "Meine Frau starb, nachdem sie Wasser aus dem Fluss getrunken hatte. Meine Verwandten wurden am Baram-Fluss sesshaft, aber sie haben die Siedlung aufgegeben, zu gross war dort der Hunger. Wir essen keine domestizierten Tiere. Die wilden Tiere aus dem Wald essen wir, das ist unsere Sitte."

Nyagung Malin, Nomade vom Puak-Fluss: "Bevor die Holzfäller kamen, war es leicht für uns. Jetzt haben wir Hunger. Manchmal würde ich gerne sesshaft werden, aber ich kenne mich mit Landwirtschaft nicht aus. Wenn man uns wirklich Entwicklung bringen will, dann gebt uns unseren Wald! Meine Vorfahren hatten keine Langhäuser - aber sie haben überlebt!"

Peng Megut, Nomade vom Magoh-Fluss: "Die Regierung hat allen Wald den Holzfällern gegeben. Aber der Wald ist unser Einkaufszentrum, wo sonst bekommen wir, was wir brauchen? Mein Bruder ist sesshaft geworden in Long Menging, aber es geht ihm genauso schlecht, wie uns, die wir im Wald leben. Wenn wir sesshaft werden, ist das, als ob wir unseren Wald verkaufen würden."

Selai Sega, Nomade vom Limbang-Fluss: "Bitte sagt dem Vorsitzenden des Penan-Komitees und Dr. Mahathir, dass unsere Flüsse vergiftet werden und viele von uns krank sind. Geld ist schnell aufgebraucht, aber unser Land wird uns weiterhin ernähren. Diese Land wurde nicht für die Regierung erschaffen - und auch nicht von der Regierung!"

Quellen: Friends of the Earth Malaysia SAM, Utusan Konsumer May 2002


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Hilfe für die Penan

jk - Die Regierung von Sarawak möchte die Penan im grossen Stil ansiedeln. Als Modell dient das umstrittene Bakun-Staudamm-Projekt, dem bisher über 10'000 Dayak weichen mussten. Diese wurden enteignet und in der Retortenstadt Asap angesiedelt. Die Klagen über miserable Kompensation ihrer Verluste, schlechte Infrastruktur, wenig Einkommensmöglichkeiten etc. brechen nicht ab.

Die Penan wollen ihr Leben und ihre Zukunft selbst bestimmen, wie sie das immer getan haben. Sie kämpfen um Anerkennung ihrer legitimen Land- und Gewohnheitsrechte und geben nicht auf, obwohl alle ihre Klagen und Bittschriften bisher erfolglos waren. Mit grossem persönlichem Einsatz werden sie gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen weiterhin friedfertigen Widerstand leisten.

Der BMF hilft den Penan finanziell bei Blockaden, Verhaftungen und Gerichtsfällen. Wir unterstützen eine Koordinations- und Anlaufstelle für die Penan und sorgen für einen funktionierenden Informationsfluss innerhalb Sarawaks und international.

Die beste Unterstützung ist aber die Hilfe zur Selbsthilfe. Seit Mitte der 90er Jahre dokumentieren die Penan ihre Landrechte, indem sie Karten ihrer Territorien erstellen ("Community Mapping - Gemeinschafts-Kartierung"). Durch die Benennung der Flüsse, Hügel und Plätze in ihrer eigenen Sprache belegen sie ihre Anwesenheit in einem bestimmten Gebiet über einen langen Zeitraum. Mittels Kartographierung, auch mittels der modernen Satellitentechnologie GPS, werden die Grenzen ihrer Territorien in eine Karte übertragen, ebenso Grab- und Kultstätten, alte Jagdhütten usw. Eine weitere Karte zeigt, welchen wirtschaftlichen Wert der Wald für die Penan hat: wo sie jagen, Sago-Palmen finden, Fruchtbäume gepflanzt haben oder Rattan ernten. Ebenfalls dokumentiert werden vergangene und aktuelle Schäden durch die Holzfäller.


Brunos Rucksack war fast so gross wie er selber.
Im März 2000 blieb keine Zeit, den Bienenstock im
imposanten Würgfeigenbaum zu zeichnen.

An diesen Erhebungen nimmt die ganz Gemeinschaft teil. Anschliessend müssen die so definierten Grenzen von benachbarten Gemeinden anerkannt werden. Die Arbeiten sind aufwändig. Dass sie aber von den Penan selber vorgenommen werden, stärkt ihr Selbstwertgefühl und die Zusammengehörigkeit. Im Laufe des Arbeitsprozesses werden sich die Penan ihrer Land- und Nutzungsrechte bewusst. Mit den Karten etwas in den Händen zu halten, dass ohne weitere Erklärungen ihre schiere Existenz beweist, fördert den Mut zur Eigeninitiative und zum Widerstand. Die Karten bleiben im Besitz der Penan und helfen bei Verhandlungen mit den Holzfällern und den Behörden. Bei Gerichtsfällen können die Karten als Beweis für die Rechtmässigkeit ihrer Ansprüche dienen - auch zukünftigen Generationen, die nicht mehr im Wald aufgewachsen sind.

Kartographierungen sind der Schlüssel zum Erfolg

Die in den letzten Jahren von den Penan, unterstützt von in- und ausländischen ExpertInnen, gesammelten Datenmengen gilt es nun zu bereinigen, und in Absprache mit den Anwälten Lücken zu schliessen. Zusätzliche finanzielle Mittel zur Ausbildung weiterer Penan, den Kauf von technischem Gerät oder dem Beizug internationaler ExpertInnen werden benötigt, um noch in diesem Jahr die Kartographierung von 8 Penan-Siedlungen abzuschliessen.

Parallel dazu sollen die Arbeiten mit den letzten Penan-Nomaden beginnen, die am dringensten auf eine solche Dokumentierung ihrer Ansprüche angewiesen sind. Der BMF sucht für dieses kapitalintensive Projekt auch Unterstützung von Dritten.

Als das Hohe Gericht von Sarawak im Mai 2001 in einem historischen Urteil den Iban von Rumah Nor ein Stück Urwald zugesprochen hat und die Lizenzvergabe durch die Regierung als illegal bezeichnete, stützte sich der Richter auf Karten und weitere Dokumentationen, die die Iban selber erstellt hatten. Zwar verbot das Parlament danach die Dokumentierung durch nicht autorisierte Kartographen, aber das Gericht entscheidet jeweils, welche Beweise zulässig sind.

Am 21. April 2002 entschied das Hohe Gericht in West-Malaysia ebenfalls zugunsten der Ureinwohner und sprach den Orang Asli (Erste Menschen) ein Stück Wald und Kompensationsgelder für erlitten Schädigungen zu (New Straits Times 21.04.2002). Auch die Orang Asli haben ihre Ansprüche selber dokumentiert. Weitere Präzendenzfälle aus Kanada und anderen Ländern, deren Gesetzgebung wie in Malaysia auf dem britischen Commonwealth-Recht basiert, belegen die guten Erfolgsaussichten des "Community-Mapping".


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Die Bedürfnisse und Wünsche der UreinwohnerInnen
werden ignoriert.

 

NGOs ziehen sich aus malaysischem Holz-Zertifizierungsrat zurück
Zertifizierungsprozess ignoriert die Interessen der Waldvölker

Was den laufenden Prozess der freiwilligen Holz-Zertifizierung betrifft, hat eine Koalition aus nichtstaatlichen Organisationen, Ureinwohner-Vereinen und Gemeindeinitiativen dem Malaysischen Holz-Zertifzierungsrat (MTCC) gegenüber grösste Bedenken und Vorbehalte geäussert.

Auftrag der MTCC war es, Kriterien und Standards aufzustellen, welche zertifizieren sollten, dass das malaysische Holz auf nachhaltige Weise produziert worden ist um auf den europäischen und amerikanischen Märkten, wo die Konsumenten solches Holz verlangen akzeptiert zu werden.

Am Prozess der Entwicklung dieser Malaysischen Richtlinien (...) nahmen neben dem von der Regierung unterstützten MTCC auch einige NGOs und Gemeindevertretungen teil.

Nun haben alle im Verlaufe dieses Prozesses konsultierte NGOs und Vertretungen der Gemeinden und indigener Gemeinschaften ihre Beteiligung am MTCC widerrufen und angekündigt, dass sie dem Zertifizierungs-Prozess nicht zustimmen. Es folgt ein Auszug aus ihrem Brief.

Dass der MTCC sein freiwilliges Zertifizierungs-Programm vorantreibt, ohne auf die Forderung der Lokalbevölkerung und der NGOs nach einem Abholz-Moratorium in Urwäldern und in Gebieten, in denen die UreinwohnerInnen ihre Land- und Nutzungsrechte ausüben, einzugehen, beweist das totale Fehlen echten Verständnisses für die Rechte indigener Bevölkerungsgruppen und für die Grundprinzipien der Waldbewirtschaftung.

Wir fanden den Prozess sehr mangelhaft, weil er die Rechte indigener Stämme und anderer Gemeinschaften, deren Überleben vom Wald abhängig ist, nicht anerkennt und schützt. Unter diesen Umständen können wir ein MTCC-Zertifikat "nachhaltig produziertes Holz" nicht unterstützen.

Seit 1999 waren wir involviert in den Prozess, die malaysischen Richtlinien betreffend Waldbewirtschaftung zu verbessern, weil wir ein ehrliches Interesse haben, dass Malaysia eine nachhaltige Forstwirtschaft betreibt. Aber wir haben im Verlaufe dieses Prozesses dem MTCC mehrfach eine ganze Anzahl fundamentaler Probleme mitgeteilt, die aufgenommen und gelöst werden müssen, bevor ein glaubwürdiges und effektives Zertifizierungsprogramm eingeführt werden kann.

Diese Probleme drehen sich alle um die Rechte indigener Völker über ihre angestammten Territorien (Ackerland und Wald) und um den Lebensunterhalt der Menschen, die in und nahe den Wäldern leben. Wir stellten den Wert eines Prozesses in Frage, der weder den Richtlinien der ITTO noch denjenigen des Forest Stewardship Council (FSC) genügt.



Lastwagen für Lastwagen verlieren die Penan ihre Lebensgrundlage an den
internationalen Markt; Sarawak 2001

Nachfolgend unsere wichtigsten Vorbehalte gegenüber der MTCC:

Wir hatten verlangt, dass der Zertifizierungs-Prozess mitbestimmend, berücksichtigend, offen und transparent sei, und dass sämtliche betroffenen Gruppen, die ein echtes Interesse an der Waldbewirtschaftung und Waldschutz haben, auf allen Stufen eingebunden werden.

Wir wissen, dass der MTCC mit verschiedenen Tropenholz-Zertifizierungsgesellschaften im Kontakt steht (Keurhout Foundation, Initiative Tropenwald, Tropical Forest Trust, FSC). Und doch wissen wir nicht genau, welcher Natur diese Beziehungen sind und welches die Rolle des MTCC in all diesen Prozessen spielt.

Betreffend der Richtlinien zur Waldbewirtschaftung hatten wir insistiert, dass die legalen und traditionellen Nutzungsrechte (Adat) anerkannt werden.

Streitigkeiten um Wald- und Landrechte zwischen den Dorfgesellschaften einerseits und der Regierung, den Abholzkonzessionären und Lizenznehmern andererseits sind eine Realität in Malaysia und ernst zunehmen. Die Verletzungen der Rechte der UreinwohnerInnen setzen sich fort, aber der Zertifizierungsprozess ignoriert diese Realität.

Wir mussten deshalb erkennen, dass unsere "Beteiligung" am MTCC-Zertifizierungs-Prozess fälschlicherweise als unser Einverständnis mit den MTCC-Richtlinien ausgelegt wurde. Unsere Einwände, die wir mehrfach eingebracht hatten, wurden fortlaufend ignoriert und nie behandelt. Wir hatten also keine andere Wahl als unsere Teilnahme am MTCC im Juli 2001 abzubrechen.

Wir bedauern zutiefst, dass die Holzindustrie und der MTCC grosse Anstrengungen unternehmen, um malaysisches Holz als "nachhaltig" zu zertifizieren, dabei aber weder die Rechte der betroffenen Bevölkerungsgruppen respektieren, noch deren Einwände zu berücksichtigen gedenken.

Quelle: Presse-Erklärung Februar 2002

/
Ratlosigkeit und Ohnmacht werden vom
politisch-industriellen Komplex schamlos ausgenützt.

Bruno Manser

jk - Am 19. Dezember 2001 meldete die Sarawak Tribune, dass der Polizeichef des Bezirkes Marudi aus dem Adang-Gebiet zurückgekehrt sei. Dort befragte er Along Sega und andere Penan zum Verschwinden von Bruno, ohne mehr zu erfahren, als dass die Nomaden Bruno seit langer Zeit nicht mehr gesehen und keine Ahnung hatten, wo er sich aufhalten könnte. Datuk Yusoff Jaafar, Vorsteher des Polizeidepartements in Sarawak, kündigte an, man werde die Untersuchungen aber weiterführen, obwohl bislang keinerlei Beweise für Brunos Tod oder gar seine Ermordung gefunden werden konnten.

Zwei Tage später meldete die Presse, die Behörden von Sarawak würden die Sachen zurückgeben, die sie konfisziert hatten, als sich Bruno 1986 einer Verhaftung knapp entziehen konnte.

Ende April 2002 kamen dann 2 Kisten mit altem Salz, Reis, John-Lennon-Brille, Malariamittel und Fischernetz in der Schweiz an: Leider nicht die Tagebücher, um die sich Bruno seit Jahren bemühte.

Trotzdem glauben die malaysischen Behörden nicht daran, dass Bruno in Sarawak sein Leben verlor. Es wird bezweifelt, dass er überhaupt einreiste und spekuliert, er verstecke sich in Kalimantan, dem indonesischen Teil Borneos.

Schön wärs - aber leider unwahrscheinlich. Die derzeitige Widerstandswelle in Sarawak beweist zumindest, dass Brunos Einsatz nicht vergebens war. Im Kampf um das Überleben der Penan lebt Brunos Geist fort und gibt uns die Kraft, mit der Ungewissheit um seines Schicksal zu leben.


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International


Die Autoren unter einem der mächtigsten Urwaldbäume (mit Brettwurzeln und dicken Lianen)
des Departements Madre de Dios, Peru; 2002

 

Eindrücke aus Peru

Wir sind in Puerto Maldonado der Hauptstadt des peruanischen Departements Madre de Dios im Amazonastiefland. Wie uns ein ortskundiger Kollege versicherte, wird in diesem Gebiet noch kein Kahlschlag betrieben. Am Hafen wo auch die beiden großen Flüsse Tambopata und Madre de Dios zusammenfließen, herrscht emsiges Treiben. Mühlen verarbeiten den Reis von den an den Flüssen liegenden und somit gut erreichbaren kleinen Chacras (Anpflanzungen). Boote mit Bananen und Maniok treffen ein und stillen den Hunger einer immer größer werdenden Stadt. Vor 10 Jahren zählte Puerto Maldonado rund 10'000 Einwohner, heute ist diese Zahl bereits auf 40'000 hochgeschnellt. Dieser Boom wurde nicht durch große Industrieinvestitionen hervorgerufen, aber Gold, Holz und Tourismus erzeugen für die Peruaner Aussicht auf schnellen Verdienst. So kommen viele Leute auch aus den Anden in die Stadt im Regenwald. Vielen ist aber der Wald fremd und stellt für sie in erster Linie einen finanziellen Werte dar.

Mit einem Einheimischen begeben wir uns für 2 Wochen ins Innere des Waldes und fahren den Rio Las Piedras aufwärts. Während eineinhalb Tagen kommen wir an den Chacras der Stadtbevölkerung und an denjenigen von Kleinbauern vorbei. Wir haben schließlich auch unsere Schrebergärten, denken wir. Bald ist Weihnachten; somit kehren die meisten Holzfäller zurück in die Stadt. Mit den um ihre Boote zu Flössen zusammengebundenen Mahagoni-Brettern fahren sie flußabwärts. Die Gruppen bestehen aus 4 bis 6 Leuten und dem Bootsinhaber. Geschlagen werden lediglich Mahagoni- und Zedernbäume da diese augenblicklich das meiste Geld versprechen. Von Gesetzes wegen ist das eigentlich verboten, doch dies kümmert hier fast niemanden.

Das Holz wird im Hafen unter Aufsicht sämtlicher Ordnungshüter in aller Ruhe verladen und findet dann seinen langen Weg in die Industrienationen. Da "nur" selektiver Holzschlag betrieben wird, werden wir vom Anblick großer Kahlschläge verschont. Wir sind glücklich, den für unser Auge noch intakten Regenwald genießen zu können und lernen wißbegierig von unserem Freund Bäume und Sträucher kennen. Selten gelingt es uns jedoch eine Art wieder zu finden. Die verschiedenen Exemplare wachsen weit auseinander, und die unglaubliche Vielfalt läßt jeweils nur für einige wenige Exemplare der gleichen Art Platz. So sehen wir in den 2 Wochen, in welchen wir rund 350 km flußaufwärts kommen, keinen der begehrten Zedern- oder Mahagonibäume. Selektiver Schlag von einzelnen Bäumen führt also schon bald zum Verschwinden dieser Arten, welche wiederum lebensnotwendig für viele Tiere und Pflanzen sind. Zur Zeit werden andere große Bäume in Ruhe gelassen, weil noch die finanziell lukrativeren Mahagoni und Zedern vorkommen. Sind diese erst einmal verschwunden oder versprechen andere Baumarten mehr Geld, werden auch die überall gesucht und rücksichtslos gefällt werden. So wird es eines Tages auch keine Ceibos, Ojés usw. mehr geben. Viel schlimmer wird es der Vielfalt dieser tropischen Wälder ergehen, wenn einmal die Infrastruktur nicht nur aus einem Motor für Boot und Säge, sondern aus Straßen, Traktoren und großen Kettensägen besteht! In der immer größer werdenden Stadt wartet man nur noch auf die finanziellen Mittel um diese wahnsinnigen Ideen zu realisieren.

Markus Oberli, Michael Studer

 

Nachtrag

jrd - Die peruanische Regierung will grossen Holzfirmen (darunter solchen aus Malaysia) Zugang zur Amazonasregion gewähren, um mehr Ertrag aus dem Wald 'rauszuholen. Deren Raubbaumethoden werden der Umwelt und den indianischen Gemeinschaften noch grösseren Schaden zufügen als es die erwähnten kleineren Holzfällergruppen schon taten!


Noch unberührter Wald am Oberlauf des Río
Tambopata (Dep. Madre de Dios, Peru; Juli 1993)


Der Palmölboom und die Vernichtung der Regenwälder

jrd - Wir alle konsumieren Palmöl, denn es ist in den verschiedensten Produkten zu finden: In Fertigsuppen und -saucen, in Margarine, Biskuits, Kuchen und manchmal in der Schokolade, meist mangelhaft deklariert als "pflanzliche Öle". Auch in Waschmitteln (Tenside), Kosmetika (z.B. Lippenstifte) und Kerzen wird Palmöl verwendet. Es ist demnach nicht verwunderlich, dass auch die Importe in die Schweiz in den letzten Jahren enorm zugenommen haben (s. Grafik S. 11 "Importe von Palmöl und Palmkernöl in die Schweiz 1989-2001").



Hier wachsen Ölpalmen in Reih und Glied heran; Sarawak 2000

Der Anbau

Die fiederblättrige, 15 bis 30 m hohe Ölpalme (Elaeis guineensis) stammt ursprünglich aus dem tropischen Afrika, wird heute aber überall in den tropischen Tiefländern angepflanzt. Nach 4 Jahren wachsen riesige Fruchtstände mit Hunderten Früchten heran. Aus deren Fruchtfleisch wird das Palmrohöl ausgepresst (Crude Palm Oil), das vor allem im Lebensmittelbereich eingesetzt wird. Der Samen der Steinfrucht liefert Palmkernfett, aus dem v.a. Backfette und Schmiermittel hergestellt werden. Die Pressrückstände (Palmkernschrot) werden hauptsächlich in die EU exportiert, wo sie in der Viehmast Verwendung finden. Nach Sojaöl ist Palmöl das weltweit am zweitmeisten verbrauchte Pflanzenöl.

Angepflanzt werden Ölpalmen in riesigen Monokulturen, die grosse Mengen an Pestiziden und Kunstdünger benötigen. Die eingesetzten Pestizide verunreinigen das Trinkwasser, beeinträchtigten direkt die Gesundheit der wenigen Arbeiter, die dort eine schlecht bezahlte Beschäftigung finden, und gefährden die Artenvielfalt in der Umgebung. Um die im Vergleich zu andern Pflanzen sehr hohen Hektarerträge noch zu steigern sollen gen-manipulierte Ölpalmen zusätzliche Ausbeute bringen. Dabei interessieren Gefahren für das Oekosystem genauso wenig wie ethische Fragen.

Der Produktionsboom

Die weltweite Palmölproduktion hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt, auf ca. 22 Mio. Tonnen pro Jahr. Dafür wird eine Fläche von 100'000 km2 belegt. Die Nachfrage steigt stetig, denn Palmöl ist infolge der grossen, mit wenigen ökologischen und sozialen Auflagen verbundenen Produktion billig und verdrängt dadurch andere Fette und Öle; ausserdem sind in Europa tierische Fette nicht mehr so gefragt. Das Bevölkerungswachstum in Asien fördert den Absatz zusätzlich. Die grössten Konsumenten sind demnach asiatische Länder (v.a. China, Indien) sowie Europa und die USA.

Die Hälfte der Weltproduktion stammt aus Malaysia. In West-Malaysia sind die meisten Wälder vernichtet worden, dafür kann man nun tagelang durch Ölpalm-Monokulturen fahren. Malaysische Firmen expandieren inzwischen ins Ausland, z.B. nach Guyana (in Südamerika) und Guinea (Westafrika).

Indonesien produziert etwa ein Drittel des Palmöls (Jahresproduktion im 2000 fast 7 Mio. t), möchte aber Malaysia einholen. Gegenwärtig wachsen dort auf 31000 km2 Ölpalmen, während 1985 erst 6000 km2 (v.a. auf Sumatra) damit bepflanzt waren! Von Bedeutung sind ausserdem Nigeria, Thailand und Kolumbien.

Die Auswirkungen

Die Zerstörung des Regenwaldes und die Ausbreitung der Ölpalmplantagen hängen eng zusammen: Urwälder werden zuerst "selektiv" durchforstet; sind keine für die Holzindustrie profitablen Bäume mehr zu holen, wird (oft durch eine andere Firma des gleichen Konzerns) das Gebiet abgebrannt und eine Plantage eingerichtet, die bald Palmfrüchte liefert, mittelfristig aber den Boden auslaugt. Sie wird dann verlassen und ein neues Stück Tieflandregenwald "umgewandelt"...

Die verheerenden Waldbrände in Indonesien 1997/98 wurden zum grössten Teil durch Plantagenunternehmen verursacht, die Feuer als billigste Methode zur Landgewinnung benutzten. Mit noch mieseren ökologischen und sozialen Standards versucht Indonesien Malaysia als Palmölproduzent Nr. 1 zu überholen und opfert damit seine letzten Tieflandwälder mitsamt ihren zahllosen Lebewesen.

Dieser unsinnige Konkurrenzkampf führt zu Überproduktion und Preiszerfall. Daraus ziehen jedoch die wenigsten Investoren und Regierungen die richtigen Schlüsse, auch nicht aus ähnlichen Fällen in der Vergangenheit, als alle auf die gleichen, vorübergehend lukrativen Produkte (Kautschuk, Kaffee, ...) gesetzt hatten, bis die Überproduktion und neue Entwicklungen die ganze Branche in den Ruin trieben!


Oelpalmfrüchte für den Eigenbedarf (Kongo 1995)

 

Die Migros macht's besser

Auf Anregung des BMF und in Zusammenarbeit mit dem WWF hat die Migros, die grösste Detailhandelskette und mit über 3000 Tonnen pro Jahr auch die grösste Palmölbezügerin der Schweiz, Massnahmen eingeleitet, um Palmöl aus nachhaltiger Produktion zu beziehen.

Inzwischen hat sie die erste ihren Anforderungen genügende Farm gefunden: die GOPDC in Ghana liefert mit 1000 Tonnen knapp einen Drittel des Jahresverbrauchs der Migros. Deren gesamtes Fett- und Margarinesortiment wird schon aus diesem Palmöl hergestellt. Gesucht werden weitere Lieferanten, damit mittelfristig der gesamte Verbrauch aus verantwortungsvoll wirtschaftenden Betrieben beschafft werden kann.

Die Migros-Kriterien beinhalten mehrere Bedingungen, von denen wir die wichtigsten hier erwähnen: - Als Lieferanten nicht akzeptiert werden Plantagen, für die nach 1994 Waldflächen gerodet wurden, denn am wichtigsten ist es neue Plantagen zu verhindern.

- Gewünscht wird ein ökologische Anbau, der mindestens einen geregelten und vernünftigen Chemikalieneinsatz umfasst. Bevorzugt würde jedoch biologische Produktion.

- Verlangt wird die Einhaltung der Gesetze, was in vielen Ländern, wo die Korruption weit verbreitet ist, überhaupt nicht selbstverständlich ist. Ausserdem müssen soziale Mindeststandards (gemäss der Internationalen Arbeitsorganisation ILO) eingehalten werden.

- Die Plantagenbetreiber müssen nachweisen, dass sie zur Nutzung des Landes legitimiert sind und die verbrieften oder traditionellen Rechte der einheimischen Bevölkerung nicht beeinträchtigen. Der BMF begrüsst insbesondere dieses Kriterium, denn grosse Ölpalmplantagen verunmöglichen die traditionelle Landnutzung der lokalen Gemeinschaften. Stattdessen "dürfen" sich die so Enteigneten als Saisonarbeiter verdingen auf dem Land, das ihnen weggenommen wurde...

- In weiteren Kriterien werden umweltverträgliche Ölmühlen und eine Abfallstrategie verlangt.

- Besonders wichtig ist der Migros die Transparenz der Handelskette und selbstverständlich eine unabhängige Überprüfung der Plantagen.

Wir vom BMF meinen zwar, dass Sonnenblumenöl oder einheimische Butter schon der kürzeren Transportwege wegen vorzuziehen sind; doch wenn schon Palmöl, dann von der Migros oder aber umfassend deklarierte, zertifizierte Bioprodukte.

Durch Ihr bewusstes Einkaufen können andere Lebensmittelhersteller und -verkaufsstellen dazu gebracht werden, der Palmölproblematik die erforderliche Aufmerksamkeit zu widmen. Nutzen Sie bitte diese Chance!

Investionen als Druckmittel

In den letzten Jahren gaben grosse und mittlere Banken viele Kredite an die kapitalintensiven Plantagen, ohne auf deren umweltschädigendes Verhalten zu schauen. Weil der rasante Ausbau der Plantagen in Indonesien nur durch riesige Investitionen aus dem Ausland möglich ist, wurden diese von holländischen und indonesischen NGOs als Ansatz fürs Lobbying genutzt. Sie machten in den Niederlanden öffentlichen Druck und erreichten, dass die 4 grössten Banken der Niederlande (ABN-Amro, Fortis, ING, Rabobank) beschlossen, nur noch Kredite für Ölpalmplantagen zu geben, die nachweislich folgende 4 Bedingungen einhalten:

- Keine Rodung von Regenwald auf dem vorgesehenen Landstück in den vorangegangenen Jahren

- Keine Anwendung von Bränden zur Rodung

- Einhaltung der indonesischen Gesetze und relevanter internationaler Übereinkommen

- Respektierung der Rechte der lokalen Gemeinschaften.

Die ABN AMRO und die Rabobank haben ausserdem weitergehende Richtlinien erlassen, die Kredite an Firmen, die Urwälder roden (lassen) oder gar in illegales Holzen verwickelt sind, ausschliessen. Wann werden andere mitteleuropäische Banken, aber auch internationale Finanzinstitutionen wie der IWF ebenfalls so einsichtig werden?

 


Weitere Informationen: Robin Wood Magazin Nr. 70 (März 2001); WRM Bulletin 47 (www.wrm.org.uy/); http://www.miosphere.ch/d/newsapp/index.php3?id=244; www.focusonfinance.org/Dutchbanks2.htm; Schweizerische Aussenhandelsstatistiken (Eidg. Oberzolldirektion, Bern).


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Schweiz


Direktor der Internationalen Tropenholz-Organisation ITTO in der Schweiz

jk - Als Urwaldtiere verkleidete Aktivisten vom BMF und der Gesellschaft für bedrohte Völker GfbV erwarteten am 2. Mai 2002 vor dem Bundeshaus die zahlreichen, vom Staatssekretariat für Wirtschaft seco an den Runden Tisch mit der ITTO geladenen Behörden- und NGO-Vertreter.

Dieses Jahr hat die Schweiz das Präsidium des Internationalen Tropenholz-Rates inne. Wahrgenommen wird dieses Mandat von Jürgen Blaser, Waldfachmann der Entwicklungsorganisation Inter-cooperation, im Auftrag des seco. Aus diesem Grund besuchte ITTO-Direktor Dr. Sobral die Schweiz. Am Runden Tisch war auch das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft BUWAL dabei, das in Sachen Regenwaldschutz sicher die geeignetere Adresse ist, als das seco.

In Bern bekamen wir einmal mehr die alte seco-Leier zu hören: nur der Handel könne den Regenwald schützen. Dass diese Bundesstelle weiterhin fälschlicherweise behauptet, eine Deklarationspflicht für Holz sei international verboten, muss nach 10 Jahren der Richtigstellung unsererseits als bewusste Boshaftigkeit interpretiert werden.

Gemäss Dr. Sobral hat der Tropenholzhandel sowieso nichts mit der Tropenwaldzerstörung zu tun. Was kann die ITTO denn eigentlich bewirken? Dr. Sobral jedenfalls hat noch keine Ahnung, bis wann das ITTO-Ziel 2000 erreicht sein könnte. Am ehesten, so meinte er an der Pressekonferenz pessimistisch, werde nur noch nachhaltiges Tropenholz gehandelt, wenn es keine Naturwälder, sondern nur noch Plantagen gäbe...

Auch an der anschliessenden Pressekonferenz nahmen die "Regenwaldtiere" teil. Über Mittag empfingen wir dann die vom seco zu einer Gesprächsrunde eingeladenen ParlamentarierInnen und bestückten diese mit unseren Forderungen, wie sie im nachstehenden Brief an Dr. Sobral und die ITTO zu finden sind. Sollte sich die ITTO nicht reformwillig zeigen, werden wir an der Austrittsforderung für die Schweiz festhalten und unsere Petition mit mittlerweile fast 6'000 Unterschriften dem Bundesrat übergeben.

Bitte senden Sie uns rasch Ihre Unterschriftenbögen zurück, auch wenn sie nur teilweise voll sind. Vielen Dank!


Für eine bessere ITTO Brief des BMF an den Direktor der Internationalen Tropenholz-Organisation

Basel und Bern, 2. Mai 2002


Unsere Aktion in Bern am 2. Mai 2002


Sehr geehrter Herr Manoel Sobral Filho

Zuerst möchte ich Ihnen für Ihre Anteilnahme am leider nach wie vor unbekannten Schicksal von Bruno Manser danken - er fehlt uns allen sehr.

Mit diesem Schreiben möchten wir Ihnen und der ITTO unseren Standpunkt ganz klar darlegen.

Die ITTO ist ein Verbund von Regierungen mit dem Ziel (neben anderen), die tropischen Wälder sozial und ökologisch verträglich zu bewirtschaften. Um die zerstörerische Forstwirtschaft zu reformieren, setzte die ITTO auf den starken Willen der einzelnen Regierungen, Gesetzgebungen anzupassen und anzuwenden. Ab dem Jahr 2000 dann sollte nur noch nachhaltig produziertes Tropenholz gehandelt werden.

Wir wissen beide, dass dieses Ziel in keiner Weise erreicht wurde: Im Vergleich mit den 80er Jahren hat sich in der Praxis nichts geändert, nach wie vor exportieren die ITTO-Mitglieder praktisch ausschliesslich Tropenholz aus Raubbau. ITTO-Mitgliedsländer, die sich dem Ziel der nachhaltigen Forstwirtschaft verpflichtet hatten - und somit die ITTO als deren Interessensvertretung - sind für 95 % des international gehandelten Tropenholzes verantwortlich. Für dieses Scheitern gibt es bekannte Gründe: Obschon die ITTO vieles unternommen hat, um das Ziel 2000 zu erreichen - gelang es ihr nicht, nationale Gesetzgebungen und die Privatwirtschaft entscheidend in Richtung Nachhaltigkeit zu beeinflussen oder die fortdauernde zerstörende Bewirtschaftung durch ein Moratorium bis zur Einführung besserer Methoden auszusetzen. Ganz sicher kann man von diesem totalen Misserfolg ableiten, dass der Wille der verantwortlichen Regierungen und Wirtschaftsbetriebe etwas zu ändern, im Gegensatz zur Behauptung der ITTO eben nicht vorhanden ist. In einer Zeit, in der die kurzfristig denkende Wirtschaft das Primat über die Politik hat, ist das nicht weiter verwunderlich, schon gar nicht, wenn man um die enge Verflechtung von Politik und Wirtschaft in den Tropenholz produzierenden Ländern weiss.

Der einzige zählbare ITTO-Erfolg sind Schutzgebiete, die aus den Wirtschaftswäldern ausgeschieden worden sind. Die Einrichtung von Schutzgebieten ist aber keine Kernaufgabe eines handels- und wirtschaftspolitischen, zwischenstaatlichen Verbundes, und mit der Umsetzung dieser Schutzgebiete hat die ITTO dann nichts mehr zu tun, das macht u.a. der WWF. Ausserhalb dieser Schutzgebiete werden die tropischen Regenwälder weiterhin zerstört und es drängt sich der Schluss auf, dass die ITTO versagt hat und somit überflüssig ist.

Zertifizierung: Wie Sie wissen, wird jede Wahrheit zuerst ausgelacht, dann bekämpft und zuletzt "besetzt" als eigene Leistung. Genauso ergeht es der Zertifizierung: Zuerst wurden die NGOs ausgelacht, dann bekämpft und heute versucht die Industrie mit aller Kraft, eigene (weniger strikte) Zertifikate auf den Markt zu bringen. [...] Diese Entwicklung zeigt, dass sich die Tropenholzindustrie nur dann ändert, wenn sie unter wirtschaftlichem Druck steht. Es ist den internationalen Informations- und Boykottkampagnen zu verdanken, dass es heute in der industrialisierten Welt viele verantwortungsbewusste KonsumentInnen und einen wachsenden Markt für sozial und ökolgisch nachhaltig produziertes (Tropen-)Holz gibt. Wenn die tropischen Abholzfirmen und die mit ihnen verbündeten Regierungen bisher überhaupt kein Interesse an sozialer und ökologischer Gerechtigkeit zeigten, so zeigen sie nun immerhin ein ökonomisches Interesse an diesem neuen Markt. Das ist der Beweis, dass die Tropenholzindustrie nur über handelsbezogene Massnahmen zur Veränderung animiert werden kann.

Sarawak hat bis heute keine einzige der ITTO-Empfehlungen von 1990 erfüllt:

· Nachhaltige Jahresproduktion von Stämmen gemäss ITTO: 9,2 Mio. m3 aus allen Wäldern. Sarawak wandte diese Richtlinie aber nur auf Staatswald an, und schlägt dennoch jährlich zwischen 13 und 19 Mio. m3 ein! Nicht zu vergessen, dass die nötige Ausdünnung (zwecks Ausschaltung der Konkurrenz für wertvolle Bäume) nie vorgenommen wurde und deshalb die von der ITTO-Jahresmenge nur bei 6,3 Mio m3 liegen würde!

· Die ITTO betonte, dass Holzeinschlag in Gebieten, die steiler als 60 % sind, nicht wieder gut zu machende Umweltschäden verursachen - und auch die Waldgesetze Sarawaks verbieten das. Aber die Holzindustrie hält sich nicht daran. · Die ITTO empfahl Sarawak, den Holzeinschlag solange zu stoppen in Gebieten, die von Einheimischen beansprucht werden, bis diese Streitfälle gelöst seien. Sarawak hielt sich nie an diese Empfehlung.

· Die ITTO empfahl Sarawak, für die Penan Biosphärenreservate einzurichten. Alles was Sarawak tat, war die Ankündigung zwei solcher Gebiete (Ulu Limbang/Ulu Baram) - und liess den Holzeinschlag in diesen "Reservaten" weiterhin zu! Die Penan haben immer noch keine Rechtstitel für ihre angestammten Gebiete, wie das die malaysische vorsieht.

Alle diese Tatsachen verlangen danach, die Holzindustrie Sarawaks erneut zu überprüfen und neue Zahlen für eine nachhaltige Holzproduktion herauszugeben.

Sehr geehrter Herr Manoel Sobral Filho, Sie und ich wissen, dass die letzten intakten tropischen Urwälder in wenigen Jahren verschwunden sein werden, für immer und mitsamt ihrer grossteils noch unerforschten Artenvielfalt und global-klimatischen Funktionen.

Die Urwälder haben keine Zeit, auf die ITTO zu warten.

In diesem Sachverhalt sind auch unsere Forderungen an die ITTO zu verstehen. Wir erwarten von der ITTO die Verabschiedung folgender Massnahmen und Empfehlungen:

Einschlags-Moratorium:

1. Sofortiger Stopp des industriellen Holzschlages in Primärwäldern, bis Schutzflächen und Nutzgebiete international festgelegt worden sind.

2. Sofortiger Stopp des industriellen Holzschlages in Gebieten, die von lokalen Bevölkerungsgruppen beansprucht werden.

Maximale Transparenz im Holzhandel:

3. Sämtliche ITTO-Mitgliedsländer führen eine obligatorische Deklarationspflicht für Holz und Holzprodukte nach Art und Herkunft ein. Des Weiteren empfiehlt und erlaubt es die ITTO ihren Mitgliedsländern handels-einschränkende Massnahmen wie Importmoratorien u.ä. zu ergreifen für Holz und Holzprodukte aus:

4. Primärwäldern

5. Ländern, die den illegalen Holzschlag nicht in den Griff bekommen

6. Ländern, in denen die Gewohnheits- und Menschenrechte der Lokalbevölkerung von der Holzindustrie nicht respektiert werden Wichtige Fördermassnahmen der ITTO sind u.a.:

7. die Restauration degradierter Waldgebiete

8. eine nachhaltige Nutzung von Sekundärwäldern

9. eine breite, nachhaltige Nutzung von Nicht-Holz-Produkten Obwohl uns vom BMF die finanziellen und personellen Ressourcen fehlen, um an der nächsten Session in Bali teilzunehmen, werden wir den Ausgang dieser Session gut beobachten.

Wenn von der ITTO-Session in Bali Ende Mai 2002 nicht klare Beschlüsse in diese Richtung gefasst werden, werden wir an der Austrittsforderung für die Schweiz festhalten und die Auflösung der ITTO verlangen. Wenn die ITTO nicht endlich ihrem Auftrag gerecht wird, verliert sie jegliche Glaubwürdigkeit, die ITTO wird dann kein unabhängiges, sinnvolles Instrument zur Verbesserung der Forstwirtschaft in den Tropen mehr sein, sondern ganz einfach die Lobby-Organisation und Komplizin der grössten Regenwaldzerstörer!

Wollen Sie wirklich, dass es in ein paar Jahrzehnten keine tropischen Regenwälder mehr gibt?

Ich verbleibe mit freundlichen Grüssen

gez. John Künzli, Sekretariat


Solange es in ihren Wald keine Strasse gibt,
geht es den Pygmäen im Kongo-Becken gut.


Die Schweizer Tropenholzimporte

db - Im Jahr 2001 ist der Import von Holz aus den Tropen um 1'779 Tonnen auf 20'285 Tonnen zurückgegangen. Dieser Rückgang zeichnet sich nur beim Rundholzimport ab, denn der Import von Schnittholz, Sperrholz, Halb- und Fertigprodukten (diese Posten fungieren im Diagramm als Schnittholz) hat letztes Jahr weiter zugenommen.

Sind die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten, nachdem sie in den Jahren 1998 - 2000 immer mehr Tropenholz gekauft hatten, plötzlich vernünftig geworden? Die Antwort liegt wahrscheinlich eher bei der wirtschaftlichen Situation des schweizerischen Holzmarktes: Anfangs Jahr gab es auf dem Schweizer Markt viel subventioniertes "Lotharholz", welches noch billiger war als Tropenholz; Ende Jahr hatte die Weltwirtschaft eine Baisse. Auch Sarawak hatte einen Fünftel weniger exportiert als im Jahr 2000.

Leider ist anzunehmen, dass der Import von Holz aus den Tropen bei besserer Wirtschaftslage wieder zunehmen dürfte. Zudem scheint Tropenholz für Inneneinrichtungen bei uns wieder salonfähig zu werden, vielleicht eine Folge des Label-Salats.

 


Quellen: Schweizerische Aussenhandelsstatistik (Jahresstatistik 2001); Sarawak Tribune 21st April 2002.


Runder Tisch bei der Brunegg Türen AG

jk - Auf Einladung der Brunegg AG fanden sich am 12. März Vertreter der Schweizer Türenindustrie, der afrikanischen Tropenholzindustrie, der Bundesverwaltung und Umweltverbänden zu einer Diskussionsrunde zusammen.

Ökonomische oder technische Argumente hat die Brunegg AG für ihren enormen Tropenholzverbrauch keine: Der Materialpreis - Abachi ist 9% billiger als Fichte - hat auf den Endpreis ihrer Türen kaum Einfluss und dank neuer Techniken genügen heute auch einheimische Holzarten den Anforderungen. Eher sind es traditionelle Lieferantenbindungen und Verarbeitungsmethoden, welche die Brunegg AG am Tropenholz festhalten lassen.

Während die Brunegg AG auf die Verwendung von afrikanischem Abachi- und Sipo-Holz (1200 m3/Jahr, 7% ihres Gesamtholzverbrauches) nicht verzichten will, sieht sich die deutsche Lieferantin CIB aus sozialen Gründen geradezu verpflichtet, die 12'000 km2 grosse Waldfläche in der Republik Kongo-Brazzaville zu nutzen, eineEinschätzung, die vom seco geteillt wird, dem es auch um die "Integration der Tropenländer in die 1. Welt" geht.

Der WWF sowie die Weltnaturschutzorganisation IUCN kamen in zwei Untersuchungen zum Schluss, die CIB betreibe im Kongo keine nachhaltige Waldwirtschaft. Der WWF und GREENPEACE verlangen deshalb von der Brunegg AG die Umstellung auf FSC-Tropenholz und von der CIB die Einhaltung des FSC-Standards, was aber gemäss CIB in Afrika unmöglich sei. Darum fordert der BMF von der Brunegg, auf Tropenholz zu verzichten und dafür Holz aus der Schweiz und dem nahen Ausland zu verwenden!

Natürlich liegt die Erhaltung der Artenvielfalt dem ganzen Runden Tisch am Herzen, und der eröffnete Dialog gibt deshalb Anlass zu Hoffnung. Unpassend ist jedoch, dass sich die seit den 60er Jahren im Kongo gewinnbringend operierende CIB den Waldbewirtschaftungsplan mit 690'000 Euro von der deutschen Entwicklungshilfe finanzieren lässt, obschon nach kongolesischem Forstgesetz die Firma dafür zuständig ist.


Der Kongo wird vermöbelt - von Europäern für Europäer!


Basler Rheinfähre ohne Tropenholz!

jk - Die 4 beliebten Rheinfähren - die fliegenden Brücken zu Basel - werden von Einheimischen und Touristen rege genutzt, um im traditionellen Stil vom Gross- ins Kleinbasel überzusetzen. Auch Bruno liebte diese altherkömmliche Art, den Strom zu queren, und zählt den "Fährimaa" Jacques Thurneysen zu seinem Freundeskreis. Im März kündigte nun der gemeinnützige Basler Fähri-Verein den Neubau der seit 1894 hin- und her pendelnden St. Alban-Fähri "Wilde Maa" an. Eine moderne "Panoramafähre" soll es sein, mit Rundum-Verglasung - und einem Schiffsboden aus Teak-Holz. Der BMF forderte den Fähri-Verein auf, doch bitte auf Tropenholz zu verzichten. Allerdings waren wir spät dran, der Rohbau hatte bereits begonnen. Entsprechend freuten wir uns natürlich riesig, als der Fähri-Verein am 3. Mai mitteilte, dass auf Teak verzichtet werde. Nach eingehendem Studium der Tropenholz-Problematik beschlossen die Verantwortlichen einstimmig, aus ökologischen Gründen stattdessen Schweizer Holz zu verwenden. Der BMF gratuliert dem Fähri-Verein und der Fähri-Stiftung von Herzen für diesen verantwortungsbewussten Schritt und wünscht ein tolles und ertragreiches Fährifest vom 23. - 25. August 2002! Info dazu im Internet: www.faehri.ch


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BMF Intern


Anlässe für Bruno

jk - Wie schon im Penan-Land in Sarawak, im Appenzellischen sowie in Basel, Bern und Genf fanden auch in Paris und London Anlässe im Gedenken an Bruno statt. Das Naturhistorische Museum in Paris zeigte am 24. Januar den Film "Bulldozer gegen Blasrohre", und das zahlreich erschienene Publikum nutzte die Gelegenheit, von unserem Gast aus Sarawak, dem Penan Balan Nalang vom Oberlauf des Baram-Flusses, aus erster Hand Informationen zur desolaten Situation seines Volkes zu erhalten.

Balan Nalang, zum ersten Mal in Europa, sowie Mutang Urud, der seit seiner Flucht aus Sarawak 1992 im kanadischen Exil lebt, reisten danach nach London, wo am 31. Januar im Hyde Park ein Kastanienbaum gepflanzt wurde. Die Pflanzung wurde offiziell unter der Schirmherrschaft von Prinz Charles durchgeführt "für Bruno Manser, der beim Einsatz für die Heimat der Penan im Mai 2000 am Oberlauf des Limbang-Flusses in Sarawak verschwand". Dem Zeremoniell wohnten enge Freunde und langjährige MitstreiterInnen Brunos bei. Der Kastanienbaum wird Brunos Grösse gerecht: Er erreicht eine Höhe bis zu 30 Metern und einen Umfang von bis zu 9 Metern und produziert - in warmen Sommern zumindest - sehr nahrhafte Nüsse!


London Hyde Park, 31. Januar 2002: Freunde und Weggefährten
hängen Penan-Armreifen in den Wipfel der Kastanie.


Vernissage und Urkundenübergabe in Olten

jrd - Am Abend des 11. Januar 2002 fand im Naturmuseum Olten die Vernissage zur Ausstellung "Leben im bedrohten Paradies - Die Tagebücher des Bruno Manser" statt. Konservator Peter Flückiger erklärte dem zahlreich erschienenen Publikum, warum die Regenwälder bedroht sind und geschützt werden müssen. Danach stellte er Telo Abing und Balang Nalan, zwei Vertreter des Penan-Volkes, vor. Sie hatten das Herzstück der Ausstellung, eine traditionelle Wohnhütte der nomadischen Penan gebaut (allerdings aus solothurnischem Holz!).

Fünf Personen waren gekommen um eine Urkunde entgegenzunehmen als Anerkennung für ihre Gemeinde, die in neuerer Zeit einen Beschluss zum Verzicht auf Holz aus Raubbau gefasst hatte (darunter als neueste Rothenfluh BL).

Inzwischen ist die Ausstellung abgebaut worden. "Sie war ein Riesenerfolg" sagt Peter Flückiger. "4700 Personen aus nah und fern - darunter viele Schulklassen- haben sie besucht." Auch das Medienecho war sehr erfreulich.

 

Bruno-Manser-Ausstellung in Bern
Ausstellung vom 24. August bis 14. September 2002 im Kornhausforum Bern

Sechs Jahre lang lebte der Basler Bruno Manser im tropischen Regenwald von Sarawak auf Borneo bei den Penan, einem Urwaldvolk von Jägern und Sammlern. Während dieser Zeit führte Bruno Manser Tagebuch und machte viele Zeichnungen über das Urwaldleben und die Artenvielfalt des tropischen Regenwaldes. Unter dem Titel: "Leben im bedrohten Paradies - Die Tagebücher des Bruno Manser" haben das Naturhistorische Museum Basel und der Bruno-Manser-Fonds eine Ausstellung mit Texten und Skizzen von Manser zusammengestellt. Diese eindrückliche Ausstel-lung ist nun, ab dem 24. August für 3 Wochen im Kornhausforum Bern zu sehen. Zur Eröffnung am 24. August plant der BMF ein kleines Bruno Manser-Fest auf dem Kornhausplatz.

Im Zentrum der Ausstellung stehen die Originalzeichnungen und Reproduktionen von Bruno Mansers Tagebuchseiten, mit spannenden Texten und faszinierenden Zeichnungen. Sie dokumentieren Mansers tiefe Verbundenheit mit dem Urwaldvolk der Penan. Anhand seiner Aufzeichnungen lernen die Ausstellungsbesucherinnen und -besucher aber auch die faszinierende Person Bruno Manser näher kennen. Daneben zeigt die Ausstellung einige Alltagsgegenstände der Penan. Durch die rücksichtslose Holzausbeutung in Sarawak ist der Lebensraum der Penan und damit ihre Identität stark bedroht. Die meisten Penan sind deshalb heute sesshaft geworden. Nur noch wenige leben als Nomaden und ziehen als Jäger und Sammler durch den Regenwald Sarawaks. Die Ausstellung im Kornhausforum Bern thematisiert auch unsere Mitverantwortung beim schonungslosen Holzraubbau in den Tropen. Die Ausstellung gibt einfache Tipps, wie Tropenhölzer erkannt werden können und weist auf Alternativen hin.



Aufruf an Freiwillige: Betreuung der Ausstellung und des BMF-Verkaufsstandes in Bern

ch - Der Bruno-Manser-Fonds sucht Freiwillige für die Ausstellungsbetreuung an einzelnen Tagen oder Halbtagen im Kornhaus Bern. Die Ausstellung dauert vom 24. August bis und mit 14. September 2002. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr (am Donnerstag bis 20 Uhr) und samstags 10 bis 16 Uhr. Mit Aufsicht dürfen wir auch an (Regen-)Sonntagen die Ausstellung öffnen.

Es wäre deshalb toll, wenn sich möglichst viele Freiwillige für die Aufsicht und die Betreuung während den drei Ausstellungswochen in Bern bei uns melden würden. Vielen Dank!


Unsere Gemeindekampagne läuft

jrd - Mit Meierskappel LU, Kappel SO und (schon 1998!) Hägendorf SO haben 3 weitere Gemeinden beschlossen, bei ihren Bauten kein Raubbauholz einzusetzen. In der Schweiz verzichten nun 305 Gemeinwesen unterschiedlichster Grösse und 6 Kantone bei öffentlichen Bauten auf die Verwendung von Holz aus Raubbau und tragen damit zum Schutz der letzten Urwälder bei. Wenn Ihre Wohngemeinde auch schon einen ähnlichen Beschluss gefasst hat, aber noch nicht auf unserer Liste figuriert, so melden Sie das doch bitte dem BMF-Sekretariat.

Die BMF-Gemeindekampagne strahlt auch ins nahe Ausland aus: Die elsässische Stadt Illkirch-Graffenstaden hat kürzlich beschlossen, auf Tropenholz zu verzichten und hat diesen vorbildlichen Beschluss anlässlich der Vorführung eines Films über die bedrohten Orang Utans publik gemacht.


Nachahmenswert

jrd - Im Januar organisierte der Biologie-Student Ervan Rutishauser mit Freunden in Neuenburg einen Benefizanlass für den BMF. Es wurde der immer noch aktuelle Film "Blasrohre gegen Bulldozer" gezeigt und durch den Direktor des Papiliorama ein Waldschutzprojekt in Belize vorgestellt. Anschliessend standen der Penan Balang Nalan, Dr. Caspar Bijlevel vom Papiliorama-Nocturama in Marin und ein Vertreter des BMF dem zahlreich erschienenen Publikum für Fragen zur Verfügung. Dank diesem gelungene Anlass erhielt der BMF 1330 Franken als Beitrag für die Fortführung seiner Arbeit.

Die Konfirmandengruppe Stein-Hemishofen organisierte im April ein Spendenessen zugunsten des BMF. Es gab einen Apéro, Salat, Spagettata und ein Dessertbuffet. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden hatten Spass an der Sache und den Leuten schmeckte das Essen. Der BMF erhielt dadurch eine Spende von Fr. 1069.10, wofür wir allen Beteiligten, insbesondere auch Pfarrer Frieder Tramer, herzlich danken.


Neuer, dreisprachiger Internet-Auftritt des BMF

ch - Mit einem besonderen Effort haben wir es endlich geschafft! Seit Mitte Juni bieten wir die wichtigsten Seiten des BMF in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch, und in einer übersichtlicheren Darstellung an. Damit wir unseren Aufwand im Rahmen halten konnten, sind die zahlreichen, alten Internet-Seiten nach wie vor über das Web-Archiv abrufbar. Ganz besonders praktisch für Recherchen ist natürlich die Stichwortsuche, die uns Michel Bovey freundlicherweise programmiert hat. Schauen Sie doch wieder einmal unter: http://www.bmf.ch bei uns vorbei!


Wieder lieferbar: Rattansäcklein

jrd - Eine neue Lieferung von Rattansäcklein aus Sarawak ist angekommen. Diese Säcklein wurden von Penan-Frauen und -Männern in aufwändiger Handarbeit hergestellt und haben deshalb auch unterschiedliche Grössen und Muster. Durchschnittsgrössen und -preise entnehme man der beiliegenden Bestellkarte. Ebenfalls lieferbar sind quadratische Penan-Täschchen (siehe Foto) mit Reissverschluss und ca. 20 x 21 cm gross à Fr. 14.-- /Stk. (+ Porto).






Mach mit beim Bruno-Manser-Fonds in der Region Basel!
(Aufruf von Silvia Kaspar, BMF-Aktivistin aus Basel)

Hast Du Lust Dich...

... für die Umwelt

....gegen den Raubbau und Missbrauch von Tropenholz

... den Schutz des Regenwaldes

... die Rechte der indigenen Völker

aktiv zu engagieren? Dann mach doch mit beim BMF! Wir möchten hier in Basel eine Gruppe auf die Beine stellen, welche sich aktiv an unserer Arbeit beteiligt. Als erstes gemeinsames Projekt wollen wir die BMF-Gemeindekampagne "Verzicht auf Holz aus Raubbau" vorantreiben.

Im Herbst planen wir eine Standaktion in Liestal. Wir möchten diese Gemeinde für die BMF-Gemeindeliste gewinnen. Für allfällige weitere Aktionen sind deine eigenen Ideen willkommen!

Gluschtig gemacht? Oder willst du noch mehr darüber wissen?

Dann melde dich doch unverbindlich beim BMF! Wir freuen uns von Dir zu hören!

Silvia Kaspar

 


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Impressum

Tong Tana
Zeitschrift des Bruno-Manser-Fonds (BMF)
Verein für die Völker des Regenwaldes
Heuberg 25, CH-4051 Basel
Telefon 061/261 94 74
Fax 061/261 94 73
E-mail: info@bmf.ch
Internet: http://www.bmf.ch
Redaktion: John Künzli, J. Rudolf Dietrich
Autoren: J.R. Dietrich (jrd), J. Künzli (jk), E. Manser
Fotos: BMF, Ruedi Suter, Renate Rabus
Titelzeichnung: Bruno Manser
Übersetzungen: Robert Gogel (französisch), Nicole Widmer, Susan Gut (englisch)
Auflage: 5400 (3500 deutsch, 1300 französisch, 600 englisch)
Erscheint dreimal jährlich
Auf Spenden sind wir angewiesen - herzlichen Dank!
Spendenkonti: Schweiz/Liechtenstein:
Postkonto: 40-5899-8
Coop-Bank, CH-4002 Basel, Konto 421329.29.00.00-5
Frankreich: La Poste, Strassburg, N° CCP 2.604.59T
Deutschland: Deutsche Bank, Lörrach (BLZ 683 700 34) Konto 1678556
Satz und Druck: Gremper AG, Basel


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