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Rundbriefe





Bruno Manser Fonds
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4051 Basel
Schweiz
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Aktualisierung 2004-06-16

Tong Tana, April 2004

Zeitung des Bruno Manser Fonds

zu den Themen Regenwald, Indigenenrechte und Holzhandel

Cover Tong-Tana 1999-9 30KInhaltsverzeichnis


Editorial

Etwas Neues hat begonnen mit dem Eintritt der Erde ins Zeitalter des Anthropozäns (griech. anthropos = der Mensch), das der Physiker Paul Crutzen, der 1995 den Nobelpreis erhielt für die Analyse des Ozonlochs, in Anlehnung an das zuende gegangene Holozän (Nacheiszeit) ausgerufen hat: Es gibt kaum eine Sphäre im Schalenbau der Erde, die nicht durch menschliche Aktivitäten nachhaltig negativ beeinflusst wäre. Bevölkerungsexplosion, Artensterben, Entwaldung, Siedlungsbau, Rohstoffabbau, Erosion fruchtbarer Böden und die Verheizung fossiler Brennstoffe, für deren Entstehung hunderte Millionen Jahre notwendig waren, sind Belege dafür, dass der Mensch zum Problem geworden ist.

Die politischen, wirtschaftlichen und zivilen Hauptakteure sind aber nach wie vor dem Primat des materiellen Glücks verpflichtet. Gemäss dieser Maxime bedingt ein gutes Leben materiellen Reichtum. Soziale und ökologische Gerechtigkeit müssen solange zurückstehen, bis alle $-Millionäre sind. Faule Kompromisse wie "Schützen durch Nützen" ("Was nicht rentiert, wird ausradiert"), endloses diplomatisches Katz- und Mausspiel oder die strikte Weigerung, effektive Lösungen wie Handelssanktionen zu ergreifen, sind die Folge.

Das gezielte Schüren der Angst vor dem Verlust materiellen Wohlstandes scheint derart erfolgreich zu sein, dass wir sogar bereit sind, hart erkämpfte soziale und ökologische Errungenschaften aufzugeben und Alles und Alle dem Götzen des Freien Marktes auszusetzen. Die Politik der Angst ist in sich logisch: Nur wer das materielle Glück sucht, kann selber auch ausgebeutet werden.

Seit Jahrzehnten wird diskutiert über die Anerkennung indigener Völker als kulturell eigenständige Gesellschaften (Arbeitskonvention ILO 169), über Handelsregulationen für Tropenholz (Artenschutzabkommen CITES), über nachhaltige Forstwirtschaft (ITTO), über Natur- und Umweltschutz (Rio, Kyoto, Jo’burg usw.), über Menschenrechte oder über die Einführung einer Herkunftsbescheinigung für Holz und Holzprodukte. Und während der viel gravierendere, aber ganz legale Raubbau munter vorangeht, ist derzeit auf höchstem Niveau über illegale Forstwirtschaft verhandelt. Resultat: 0. Das Dogma des materiellen Glücks verhindert jede andere Lösung.

Finanziell ist das Resultat aber nicht Null: Auch im Kasino der leeren Worte verliert die riesige Mehrheit ihr gesamtes Hab und Gut, während ein paar Wenige stinkreich werden und eine wachsende Schar von ExpertInnen sich am Leerlauf bereichert.

Aber wird diese Politik den Massen wirklich gerecht, deren Interessen sie eigentlich vertreten sollte? Immerhin haben die wenigsten Menschen eine Chance auf den Reichtum, wie ihn die technische Zivilisation verlangt. Die moderne Gesellschaft jedenfalls zeigt sich angezogen von exotischen Tieren, Lebensräumen und von fremden Kulturen - sonst würden Dokumentarfilme nicht täglich über die TV-Bildschirme flimmern und der Tourismus nicht boomen. Sogar die Industrie beutet diese spontan-unterbewusste Solidarisierung mit dem Echten, Natürlichen und Urtümlichen erfolgreich aus, und wirbt schamlos mit den Bildern der untergehenden Welt, um ihre Produkte unters Volk zu bringen.

Ein weiterer Hinweis, dass es noch andere Prioritäten gibt als die individuelle Bereicherung, ist die Tatsache, dass 93% der Schweizer Bevölkerung den Import von Tropenholz aus Raubbau verbieten will (BUWAL-Umfrage 1999).

Nicht genug, dass die Politik diesem Volkswillen nicht entspricht, sie verweigert mit der Ablehnung der Deklarationspflicht nach Art und Herkunft den sensiblen BürgerInnen sogar den ethischen Kaufentscheid! Die völlig irrationale Behauptung, Boykott und wirtschaftspolitische Massnahmen gegen Länder, welche die (Menschen)-Rechte missachten, seien "kontraproduktiv", zeugt von einem totalen Glauben der Meinungs- und Angstmacher an das rein materielle Glück.

Die Realität beweist nämlich das Gegenteil: Die UNO hält ein internationales Handelsverbot für Tropenholz aus Liberia weiter aufrecht, weil mit dem Erlös blutige Bürgerkriege finanziert werden. Durch Wirtschaftssanktionen der Staatengemeinschaft ist die Apartheid in Südafrika beendet worden. Dank Boykott-Aufrufen und Konsumentenprotesten stoppten die Schweizer Grossverteiler den Verkauf von Tropenholz aus Raubbau, usw.

Will der Mensch im Anthropozän nicht untergehen, muss er seiner beherrschenden Rolle gerecht werden. Etwas Neues muss beginnen. Alles, was es dazu braucht, ist gesunder Menschenverstand und der Mut zur Vernunft. Das Glück der Moderne liegt im stoischen Vertrauen ins Leben. Solidarität ist Lebensqualität. So, wie die Penan Vertrauen haben in ihren Wald, in ihre Fähigkeiten und in ihre Gemeinschaft. Dann werden wir Erfolg haben, gegen alle Widerstände.

Nicht nur für die Erde, auch für mich beginnt etwas Neues. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung in den vergangenen 8 Jahren!

John Künzli

 

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Sarawak - Malaysia

Kommunale Kartierung der Penan-Territorien

jk - Das Mappingprojekt wird von unseren Partnerorganisationen KERUAN und Borneo Resources Institute BRIMAS stetig vorangetrieben. BRIMAS ist zuständig für die Identifizierung der Landrechte und geschichtliche Dokumentierung von insgesamt 8 Nomadensippen, während die Organisation KERUAN für die Dokumentierung der sesshaften Penan verantwortlich ist. Im bereits laufenden Rechtsfall von 3 Penan-Gemeinden gegen die Regierung und die Holzfirma Samling hat das Gericht entschieden, eine eidesstattliche Erklärung der benachbarten Kenyah-Siedlung zugunsten der Penan abzulehnen. Den Kenyah bleibt nichts anderes übrig, als eine eigene Klage einzureichen.

Im laufenden Projektjahr werden die Rechtsansprüche von weiteren 4 Siedlungen und von 4 nomadisierenden Sippen dokumentiert sowie die laufenden Gerichtsfälle vorangetrieben. Im Jahr 2005 fehlen dann noch wenige Zielgruppen bis zur Beendigung der (Feld-)Arbeiten dieses Projektes, das auf 3 Jahre angelegt ist. Die Gerichtsfälle werden sich aber einige Jahre hinziehen, da die Beklagten viele Möglichkeiten haben, den Prozess zu verzögern.

Gesundheitsprojekt

jk - Bruno Manser hat sich Ende der 90er Jahre bemüht, den Penan zahnärztliche Hilfe zu bringen. Zahnprobleme sind weit verbreitet sowohl unter den halbsesshaften als auch unter den nomadisierenden Penan und auf den hohen Säuregehalt vieler Früchte, Zuckerkonsum und mangelnde Zahnpflege zurückzuführen. Leider gingen die Behörden nicht auf Brunos Angebot ein, eine mobile Zahnarztklinik zu finanzieren. Nun sind wir daran, dieses Projekt doch noch zu realisieren. Ein Zahnarzt-Stuhl steht bereits seit geraumer Zeit im Ulu Baram und bald soll mit dem Bau einer kleinen Praxis begonnen werden. Schon mehrmals waren Ärzte im Gebiet, um sich ein Bild über die medizinische Versorgung und den Gesundheitszustand der Penan zu machen. Schnell wurde klar, dass es mit der Zahnbehandlung nicht getan ist. Auch Allgemeinmediziner sollen mehrmals im Jahr PatientInnen behandeln und sogar operieren können.

Von der Erbengemeinschaft Barbara und Peter Nathan haben wir bereits 20'000 Franken erhalten. Weitere Mittel sind nötig, um die Einrichtung zu kaufen und die Ärzte zu entschädigen. Auch Elektrizität muss ständig produziert werden, damit Kühlung und Instrumente funktionieren. Und damit das Projekt optimale Hilfe bringen kann, muss ein Kommunikationssystem unter den verstreuten Siedlungen aufgebaut werden. Derzeit wird abgeklärt, wie und wo einzelne Funkstationen eingerichtet werden könnten.

Wo ist das Geld für die Penan?

jk - Wie die Borneo Post berichtete, verteilte die Regierung im Jahr 2003 den Penan 3 Mio. Ringgit (1,1 Mio. CHF) für Bildung, Entwicklung und Gemeindearbeiten. Ajang Kiew, der Präsident der Sarawak Penan Association, zerbricht sich seither den Kopf, wo das Geld wohl geblieben sein könnte. Nun will er von der Regierung erfahren, welche Gemeinden wann wieviel Geld bekommen haben - und wofür. Gemäss Kiew leben die meisten Penan unter miserablen Bedingungen: "Sie haben keine anständigen Unterkünfte, nicht genügend Nahrung, kein sauberes Wasser, kein Zugang zu medizinischen Einrichtungen und kaum Erwerbs- und Ausbildungsmöglichkeiten. Unsere Land- und Nutzungsrechte für die Wälder unserer Vorfahren werden ignoriert." Um staatliche Hilfsgelder in Zukunft effektiv einzusetzen, fordert Ajang Kiew nun die Einrichtung eines nationalen Komitees, in dem auch Penan Einsitz haben.

Quelle: www.malaysiakini.com

Holzzertifizierung in Malaysia

jk - Die Holzzertifizierung in Malaysia ist eine rein technische Angelegenheit, die Land und Nutzungsrechte der Lokalbevölkerung sind kaum der Erwähnung, geschweige denn der Anerkennung würdig. Deshalb verliessen die sozial engagierten NGOs den Zertifizierungsrat schon 2001 unter Protest. Zurück blieben regierungsnahe Organisationen wie der Rotary Club, WWF Malaysia oder die Sarawak Dayak Iban Association SDIA. Ohne je auf die Kritiker einzugehen, verunglimpfte der Industrie-Minister Lim Yaik auf seiner letztjährigen Werbetour für sein "Öko-Zertifikat" die NGOs als Mafia und die Penan als rückständigstes Volk der Welt. Heiko Liedeker, CEO des Forest Stewardship Council FSC, ging Lim teilweise auf den Leim. Die Teilnahme der SDIA am Zertifizierungsprozess wertete Liedeker als "machtvolle Zustimmung" der indigenen Bevölkerung...

An der Artenschutzkonferenz in Kuala Lumpur vom Februar 04 forderten die Delegierten der indigenen Völker Malaysias die internationale Gemeinschaft auf, das malaysische Holzzertifikat abzulehnen, weil es die Situation der Urbevölkerung noch verschlimmert.

Quelle: Website der Ureinwohner Sarawaks www.rengah.c2o.org

Palmblätter dienen als Dackbedeckung

 

Malaysische Piraten auf Raubzug

jk - Noch lachen sie, die Mitglieder des Malaysischen Piratensyndikates, ob der nachhaltigen, seit Jahrzehnten anhaltenden Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft, ihren Raubzügen in den Regenwäldern unserer Erde einen Riegel zu schieben. Noch exportiert Malaysia mehr Tropenholz, als Afrika und Südamerika zusammen. Mit der Präsenz der Abholzfirmen auf allen Kontinenten, ist Malaysia bestens im Rennen um den Titel des Waldvernichtungs-Weltmeisters. Malaysia benötigt mindestens 32 Mio. m3 HoIz/Jahr für Export (Wert: 5 Mia. US$) und Eigenverbrauch.

Doch der Druck auf die malaysische Holzindustrie steigt. Kurz vor Beginn der Int. Artenschutzkonferenz in Kuala Lumpur vom Februar 2004 veröffentlichte die englische Environmental Investigation Agency EIA erneut einen Bericht, der Malaysia als treibende Kraft hinter den massiven illegalen Holzschlägen in Südostasien identifiziert. Täglich erreichen Schiffe hauptsächlich aus Sumatra und Kalimantan (Indonesien) mit Schmuggelholz die Zollfreizonen der malaysischen Häfen. Um die Industrie und den Handel aufrechtzuerhalten, muss Malaysia jährlich über 13 Mio. m3 Holz importieren (Diagramm 1, S. 5). Obwohl der illegale Handel mit Holzarten wie Merbau, Bangkirai oder Meranti viel grösser ist, hat die EIA dem Raminholz (Gonystylus spp.) spezielle Aufmerksamkeit gewidmet. Der vom Aussterben bedrohte Raminbaum wächst in den flachen Sumpfgebieten Südostasiens. Die meisten dieser Wälder sind längst kahlgeschlagen und durch Ölpalm-Plantagen ersetzt. Ramin kommt nur noch in Malaysia und Indonesien in ökonomisch relevanter Menge vor. Da es eines der wertvollsten Export-Hölzer ist (Profilleisten, Stangen u.ä.), und sich in Europa und den USA gut verkaufen lässt, macht die Holzmafia auch vor Schutzgebieten nicht Halt. Dies veranlasste Indonesien, Ramin 2001 auf die Liste der bedrohten Arten zu setzen (www.cites.org) und jeglichen Einschlag und Export dieser Holzart zu verbieten. Da es sich um ein internationales Abkommen handelt, muss auch für Ramin anderer Herkunft ein Cites-Zertifikat ausgestellt werden. Zwar wachsen in Malaysias eigenen Wäldern (noch) Raminbäume, aber nur ein Drittel der benötigten Rohstoffe, um jährlich 200'000 m3 Raminprodukte exportieren zu können... Als Holzhändler getarnte EIA-Agentlnnen sahen im Hafen von Johor (Privatbesitz eines engen Freundes des eh. Premierministers Mahathir) grosse Mengen geschmuggeltes Raminholz. Allein in diesem Hafen werden monatlich bis zu 4‘500 m3 mit malaysischen Herkunftszertifikaten "legalisisert". Da es ein äusserst lukratives Geschäft ist (Der m3 à 20 US$ in Sumatra löst in Malaysia 700 US$), ist auch der Schmuggel auf dem Landweg beliebt. Lastwagen aus Kalimantan passieren die offiziellen Grenzübergänge nach Sarawak mit bis zu 100'000 m3 illegalen Raminholzes pro Jahr. Hier "wäscht" die Behörde für Holzindustrie (STIDC) die Schmuggelware mit malaysischen CITES-Zertifikaten.

Ein grosser Teil des illegalen Holzes wird vor den Augen des Zolls rasch durch die Freihandelszonen geschleust, um als malaysisches Holz in Billiglohnländern wie China oder Vietnam weiterverarbeitet zu werden. Die Beteiligung höchster Stellen aus Politik und Wirtschaft, Korruption und Armut in Indonesien sowie internationale Handelsabkommen und ökonomische Interessen verhindern, dass die gigantische Drehscheibe für Tropenholz, Artensterben und Menschenrechtsverletzungen gestoppt wird.

Das ansonsten totalitär kontrollierte Malaysia wies die gut dokumentierten Anschuldigungen zurück und liess verlauten, Freihandelszonen könnten nicht kontrolliert werden. Indonesien müsse das Problem selber lösen und sowieso: Ramin sei in Malaysia in Hülle und Fülle vorhanden. Indonesien, das nicht nur sämtliches Raminholz sondern die Ausfuhr von unbearbeiteten Stämmen generell verboten hat, ist nun in die Offensive gegangen. Anfang Februar rief der Forstminister Mohammed Prakosa insbesondere die EU auf, Holzimporte aus Malaysia zu verbieten. (Die EU importierte 1999 insgesamt 5 Mio. m3 illegales Tropenholz!). Ergänzend dazu forderte die lokale Umweltorganisation WALHI, einen globalen Boykott von Indonesischem Holz und die Sistierung aller Abholzlizenzen, bis die Lage unter Kontrolle und die Holzindustrie Steuerschulden in der Höhe von 200 Mio. Schweizer Franken bezahlt hat. Zudem soll ein neues Gesetz die Holzdiebe als Ökoterroristen hart bestrafen.

Gemäss Regierung sind bereits 430'000 km2 Wald massiv geschädigt durch illegale Aktivitäten, die einen jährlichen Verlust von 3.5 Milliarden US$ verursachen.

Quellen: Environmental Investigation Agency (www.eia-interntational.org), WALHI (www.walhi.org.id), Friends of the Earth (www.foe.co.uk), Jakarta Post (www.thejakartapost.com), Malaysian Timber Council (www.mtc.com.my), Malaysische Presse

Brennholz ist Frauensache

 

Nachhaltige Forstwirtschaft in Sarawak?

jk - Durch Brunos Einsatz für die Penan international als Regenwaldvernichter und Menschenrechtsverletzer an den Pranger gestellt, rief die Regierung von Sarawak die Internationale Tropenholzorganisation ITTO zu Hilfe. Vor 15 Jahren untersuchte eine unabhängige Kommission die Forstwirtschaft Sarawaks gründlich auf ihre Zukunftsfähigkeit. Bestockung, Zuwachsraten und Verarbeitungskapazitäten der Holzindustrie wurden verglichen mit der jährlich geschlagenen Holzmenge. Obwohl eine rein technische Angelegenheit - die Entrechtung der waldabhängigen Urbevölkerung sei eine politische Angelegenheit - bestätigte das Resultat doch die Kritiker: In Sarawak wurde Anfang seit den frühen 80er Jahren das von der ITTO als nachhaltig bezeichnete Maximalvolumen von 9.2 Mio. m3 teilweise um mehr als das doppelte überschritten. Aufgrund schwindender Ressourcen sank das Volumen und hat sich bei nicht-nachhaltigen 13 - 14 Mio. m3 stabilisiert. Das effektiv geerntete Volumen ist natürlich noch einiges grösser, da die Malaysischen Behörden zum Holz-Eigenkonsum keine Angaben macht. Die offiziellen Exportdaten werden nach international anerkannten Faktoren hochgerechnet auf sogenannte Rundholzäquivalente. Bei gesägtem Holz, Formhölzern und Profilleisten rechnet man mit einem Verlust von 60%, bei Furnieren und Sperrhölzern mit 50%, bei Fiberplatten ca. 40%. Bei der Holzmöbelproduktion, die in Sarawak, das hauptsächlich ganze Stämme oder nur marginal bearbeitetes Holz exportiert, keine Rolle spielt, gehen gar zwei Drittel des Ausgangsmaterials verloren. Auch Sarawak, der grösste Malaysische Bundesstaat mit dem grössten Waldanteil, ist bereits abhängig von substantiellen Holzimporten. Gemäss dem seit über 20 Jahren amtierenden Chief Minister Taib Mahmud, der gleichzeitig Minister für natürlich Ressourcen ist, sind in Sarawak (120'000 km2) lediglich 10% der Wälder noch unberührt vom Holzschlag. Diese Abhängigkeit sowie das rücksichtslose Vorgehen gegen die eigene Dayak-Bevölkerung bedeutet in Zukunft nichts Gutes für die Nachbarstaaten. Als Reaktion auf die Recherchen der EIA inspizierten die Behörden von Sarawak am 21. Februar 36 Sägereien und 5 Schiffe und entdeckte dabei 168 Tonnen Schmuggelholz aus Indonesien. Seit Juni 2003 wurden nach offiziellen Angaben insgesamt 14'558 t illegales Holz konfisziert, davon 50 t Raminholz.

 

Quellen: Sarawak Tribune (www.sarawaktribune.com.my) , Malaysischer Holzrat (www.mtc.com.my)

 Dass das nur die Spitze des Eisberges ist, hat Dr. David Brown mittels Analyse der offiziellen Holzproduktions- sowie -import und -exportstatistiken errechnet. Um das für die Produktion der Halb- und Fertigprodukte benötigte Rundholz-Volumen (RH) zu erhalten, wurden dieselben Faktoren verwendet, wie für die Sarawak-Statistik. Anzumerken ist, dass die Möbelexporte und der Eigenbedarf an Stämmen und verarbeitetem Holz nicht berücksichtigt sind, um eine mögliche Doppelzählung zu verhindern. Mangels exakter Angaben vermuten Experten, dass Malaysia allein für den Export doppelt soviel Holz braucht, als die eigenen Wälder produzieren können.

 

Malaysias Holzdefizit 2001

1'000 m3 RH

Legale Produktion

18'892

Legale Importe

1'955

total legale Versorgung

20'847

Exporte

24'949

Eigenverbrauch

9'243

Total Verbrauch

34'242

Defizit (Illegales Holz)

13'395

Quellen: Dr. David W. Brown (2002), EIA, Friends of the Earth (www.foe.co.uk)

Aus dem Mark der Uwut-Palme wird das Sago gewonnen.

 

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International

Schöne Worte an der Biodiversitätsfonferenz in Malaysia – folgen auch Taten?

cw - Im Februar dieses Jahres trafen sich in Malaysia namhafte Minister und Delegierte aus fast allen Länder der Welt, um konkrete Schritte gegen den Verlust der Artenvielfalt auf der Erde zu diskutieren. Denn dies ist das Hauptziel der Biodiversitätskonvention, eine der grossen Errungenschaften des Nachhaltigkeitsgipfels von 1992 in Rio. Viele Umweltorganisationen und Indigenenvertreter hofften auf konkrete Schritte.

Gastgeber Malaysia kam schon im Vorfeld unter Druck: Die amerikanische Organisation EIA (Environmental Investigation Agency) und die indonesische Organisation Telepak verlangten von den USA Handelssanktionen ausgerechnet gegen Malaysia, bis das Land die Probleme mit illegalem Holz löst.

Das Resultat zweier Wochen zäher Verhandlungen waren viele schöne Ziele: Bis 2010 soll ein Netz von Schutzgebieten geschaffen werden. Auch sollen zusätzliche Massnahmen gegen die illegale Ausbeutung von und Handel mit Ressourcen ergriffen werden, die aus Regionen stammen, die für den Erhalt der Artenvielfalt von wichtiger Bedeutung ist. Soviel zu den guten Nachrichten.

Die schlechten: Es wurden keine verbindlichen Zusagen für die Finanzierung der Schutzprojekte gesprochen, kein Gremium zur Überwachung des Arbeitsprogramms geschaffen und die Rechte der indigenen Bevölkerung viel zu wenig berücksichtigt.

Damit steigt die Gefahr, dass arme Länder keine neuen Schutzgebiete einrichten werden und Waldvölker, die in Schutzgebieten leben, weiterhin ihrer fundamentalsten Menschenrechte beraubt bleiben und unter Umständen im Namen des Naturschutzes aus ihren traditionellen Gegenden vertrieben werden.

Und die reichen Ländern?

Wenige Tage nach Abschluss der Verhandlungen beschloss der Schweizer Bundesrat aufgrund finanzieller Überlegungen, die Errichtung von Landschaftspärken nicht mehr in der neuen Legislaturperiode zu behandeln, internationale Abkommen hin oder her. Es gibt noch einen kleinen Hoffnungsfunken: Das Parlament hat sofort reagiert, und gleich drei parlamentarische Initiativen sind zu Rettung der Landschaftspärke eingereicht worden.

Greenpeace-Report attackiert malaysischen Holzkonzern Rimbunan Hijau

cw - Illegaler Holzschlag und Menschenrechtsverletzungen in Papua Neu Guinea, illegale Holznutzung in Indonesien und Waldzerstörung und Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Indigenen Völker in Malaysia – dies sind einige der Vorwürfe eines Greenpeace Reports über den malaysischen Holzkonzern Rimbunan Hijau. Den Freunden des Bruno-Manser-Fonds ist dieser Konzern schon lange ein Begriff als Zerstörer der Lebensgrundlage der nomadisierenden Penan in Sarawak. Der Bericht bestätigt die neue Tendenz, dass Holzkonzerne aus südlichen Ländern, die durch die Zerstörung der Wälder ihres eigenen Landes reich geworden sind und ihre Heimat zerstört haben, nun in andere Länder des Südens vordringen und dort ebenso brutal, wenn nicht gar brutaler gegen den Regenwald und die darin lebenden Waldvölker vorgehen.

Massiver lokaler Widerstand gegen die Zerstörung des Kongos

cw – Wenn es nach den Wünschen der Weltbank ginge, würden demnächst 60 Millionen Hektaren Regenwald (600'000 km2) in der afrikanischen Demokratischen Republik Kongo (früher Zaïre) für den Holzschlag freigegeben – eine Fläche grösser als ganz Frankreich. Gemäss Informationen der englischen Regenwaldorganisation Rainforest Foundation (www.rainforestfoundationuk.org) wird ein Anstieg der aktuellen Holzproduktion Kongos um das 60-fache gefordert. Die kongolesische Zivilgesellschaft wurde kaum in diese Pläne einbezogen. Dies hatte aber immerhin einen positiven Effekt: Hunderte von Organisationen beginnen sich gegen diesen Zerstörungswahn zu wehren und haben sich an die Öffentlichkeit gewendet. Das kann die Weltbank nicht ignorieren.

Demnächst auf der Liste der bedrohten Arten: Das Borneo Bartschwein.

 

Schweiz

Urwaldfreundliche Schweizer Gemeinden

jk - Bereits 369 Gemeinden haben beschlossen, ihre Verwaltung- und Beschaffungswesen urwaldfreundlich zu gestalten. Diese Gemeinden verwenden kein Holz aus Raubbau mehr, sondern Holzprodukte aus der Schweiz oder dem benachbarten Europa. Für Tropenholz und andere Hölzer aus Übersee muss das FSC-Zertifikat vorliegen. Analog verwenden urwaldfreundliche Verwaltungen wo immer möglich Recyclingpapier und setzen bei Frischzellfaserpapier ebenfalls aufs FSC-Zertifikat. Neu sind folgende Gemeinden und Städte urwaldfreundlich: Hinwil, Dietlikon und Kloten (ZH), Ipsach, Mörigen, Täuffelen, Leimiswil, Walliswil b. Wangen, Twann, Obersteckholz und Madiswil (BE), Bernex und Meyrin (GE), Eschlikon (TG) und Ligornetto (TI). Der BMF gratuliert zu diesem weitsichtigen Beschluss: Jede Tat zählt!

Werden Sie selber aktiv in Ihrer Wohn- oder Nachbargemeinde. Unter www.urwaldfreundlich.ch finden Sie die Liste Gemeinden, die schon urwaldfreundlich sind und viele hilfreiche Unterlagen. Natürlich helfen wir Ihnen gerne dabei - melden Sie sich auf dem Sekretariat - für den Wald! Herzlichen Dank.

Entwicklungszusammenarbeit mit den Völkern des Tropenwaldes

GfbV/BMF - Der Nationalrat hat am 9. März beschlossen, die Völker des Tropenwaldes im Rahmen der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit zu fördern. Der Entscheid über den entsprechenden Vorstoss, welcher von der Gesellschaft für bedrohte Völker GfbV und dem BMF initiiert worden war, fiel mit 107 zu 57 Stimmen sehr deutlich aus.

Mit der Überweisung des Postulates von Nationalrat Jacques-Simon Eggly (Liberale/GE), wird der Bundesrat verpflichtet, die Völker des Tropenwaldes im Rahmen der Zielsetzungen der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit zu berücksichtigen. Bislang bestanden keine bilateralen Entwicklungsprojekte der Schweiz in Ländern mit ausgedehnten Tropenwaldflächen. Der Entscheid markiert einen Meilenstein in den Bemühungen der Schweiz zum Schutz der indigenen Völker und der verbliebenen Tropenwälder.

Der deutliche Entscheid des Nationalrates nimmt den Bundesrat in die Pflicht. Dieser hatte vor der Debatte selbst eingestanden, dass der Schutz der indigenen Völker und der verbliebenen Tropenwälder ein wichtiges Anliegen der schweizerischen Aussenpolitik sei, die Schweiz aber noch keine konkreten Projekten vor Ort tätigt. Dies muss sich in Zukunft ändern. BMF und GfbV erwarten nun vom Bundesrat einen Fahrplan, wie diese Absichtserklärung in die Tat umgesetzt werden soll.

Die schweizer Tropenholzimporte

db - Die aktualisierte Tropenholzimportstatistik des BMF zeigt ein für die globale Artenvielfalt scheinbar erfreuliches Resultat: 2003 ist der Import von Rundholz und Halbprodukten aus den Tropen um 3'246 t zurückgegangen auf total 17‘548 t. Dieser Rückgang zeichnet sich im Bereich der Fertigprodukte jedoch nicht ab. Das deutet auf eine bessere Wertschöpfung in den Herkunftsländern hin, wo vermehrt Tropenholz veredelt wird. Dadurch steigt aber auch die Abhängigkeit dieser Länder von der Forstwirtschaft, was die Abholzung der tropischen Urwälder beschleunigt.

Aber sind die Schweizer KonsumentInnen wirklich urwaldfreundlicher geworden? Wegen der schlechten Wirtschaftslage wurde 2003 nämlich generell weniger konsumiert. Zwar erholte sich die Konjunktur und stiegen Konsum und Investitionen in der zweiten Jahreshälfte etwas an, doch grosse Tropenholzvolumen stecken in Gartenmöbeln, Fenster, Türen oder Parkett. Importe sind also abhängig von der Saison und vom Baugewerbe, das in der Regel länger braucht, bis die Konjunktur greift. Zudem werden solche Halb- und Fertigprodukte aus Drittländern wie Deutschland oder Frankreich importiert, und die Zollstatistik macht keine Angaben über die Holzarten von Möbeln oder ob eine Tür aus Deutschland Kanteln aus Tropenholz enthält. Wegen der fehlenden Deklarationspflicht nach Art und Herkunft für alle Hölzer kann über das tatsächliche Ausmass der Schweizer Beteiligung an der Regenwaldzerstörung nur spekuliert werden - sicher ist diese viel grösser, als aus den Handelsstatistiken ersichtlich.

Tropenholzimporte in die Schweiz 1970 - 2002

Quelle: Schweiz. Aussenhandelsstatistik 2003

Bambus dient dem Waldvolk als Wasserbehälter.



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BMF-Intern

Mitgliederklausur zur Zukunft des BMF

cw - Die Zukunft des BMF unter dem Gesichtspunkt eines wahrscheinlich nicht mehr auftauchenden Gründers war ein wichtiges Diskussionsthema an der letzen Generalversammlung im August 2003.

Im September 2003 wurden alle Mitglieder und wichtige PartnerInnen unseres Vereins über die Wahrnehmung und über die Zukunft befragt. Der BMF wird als äusserst glaubwürdige und wirkungsvolle Organisation wahrgenommen, deren grösste Schwäche die finanziellen Probleme sind. Auch in Zukunft soll sich der Verein vor allem dem Schutz der Regenwälder und der in ihnen lebenden Waldvölker widmen. Neben den bisherigen Kernaufgaben (Unterstützung der Penan; Schutz der Regenwälder Sarawaks), soll politische Aufklärungsarbeit sowohl in der Schweiz als auch International stark gewichtet werden. Ausweitung auf andere Regenwälder und andere Waldvölker wie die Pygmäen im Kongo sind möglich. Weniger Unterstützung erhielt die Ausweitung der Aktionsfelder auf alle Urwälder der Welt und auf die Probleme der indigenen Bevölkerung generell. Kaum Unterstützung erhielten vage Themen wie Globalisierung und alternative Lebensweisen. Eine bessere Mittelbeschaffung wird unterstützt, allerdings nicht mit aufdringlichen und sehr teuren Programmen.

Aufgrund dieser Resultate erarbeitete der Vorstand unter anderem ein Leitbild, eine Spendenpolicy, ein Fundraisingkonzept und eine Kampagnenstrategie. Eine Gruppe besonders aktiver Mitglieder verbrachte Mitte Februar ein ganzes Wochenende, um diese Vorschläge intensiv zu diskutieren und zu verbessern. In einer konstruktiven Art wurde über die Ziele der Organisation, die Chancen und Grenzen einer inhaltlichen Ausweitung und die Möglichkeiten und Risiken der Mittelbeschaffung diskutiert. Die wertvollen Anregungen werden nun ausgewertet und die überarbeiteten Papiere der Mitgliederversammlung vorgelegt.

Besonders erfreulich war die tolle Aufbruchstimmung bei den beteiligten Mitglieder. Den Bruno-Manser-Fond erwarten viele neue, spannende und wichtige Aufgaben. Wenn die Generalversammlung grünes Licht gibt, wird dieser Aufbruch sehr bald Realität.

Neuer BMF-Geschäftsleiter

cw - Der Vorstand heisst Lukas Straumann als neuen Geschäftsleiter des Bruno-Manser-Fonds herzlich willkommen. Lukas Straumann ist promovierter Historiker und hat sich intensiv mit ökologischen und umweltgeschichtlichen Themen auseinandergesetzt. Er arbeitete in der Bergier-Kommission und war der Co-Autor der Studie "Schweizer Chemieunternehmen im Dritten Reich". Am 1. Juli 2004 wird er sämtliche Belange des BMF übernehmen.

Elektronischer Rundbrief - E-mail-Verteiler

jk - Verschiedentlich ist der Wunsch geäussert worden, den Rundbrief elektronisch als e-mail zu erhalten. Dadurch können sowohl Druck- als auch Versandkosten gespart werden. Der englische Rundbrief erscheint mit dieser Ausgabe zum letztem Mal in gedruckter Form, ab August wird nur noch eine online-Version produziert. Wer von diesem Angebot Gebrauch machen möchte, schicke eine e-mail an: info@bmf.ch - Betreff: Elektronischer Rundbrief.

Brunos "Tagebücher aus dem Regenwald" und Hörbild-CD

jk - Dank der tollen Zusammenarbeit mit dem Christoph Merian Verlag, dem Atelier Dillier (Gestaltung) und Brunos Beistand Kaspar Müller, der mit dem BMF die finanziellen Mittel aufgetrieben hat, ist ein Buch entstanden, das Brunos Werk gerecht wird! Mittlerweile auf 720 Seiten (4 Bände im Schuber) angewachsen geben die "Tagebücher aus dem Regenwald 1984 - 1990" ein detailliertes und überzeugendes Bild von Bruno wieder. Entsprechend erhält es an der Messe BuchBasel (7. - 9. Mai 2004) einen zentralen Platz mit original Penanhütte. Eingeladen sind auch Penan und Kelabit aus Sarawak. Am Samstag 8. Mai finden von 15 bis 17 Uhr zwei Podiumsdiskussionen statt geben zu den Themen "Bruno Manser" und "Ursachen der Regenwaldzerstörung". Am Sonntag 9. Mai wird die Schauspielerin Maria Becker um 14 Uhr aus den Tagebüchern lesen. Diese Vorlesung von ca. 35 Minuten Dauer hat Autor Peter Jaeggi (u.a. SR DRS) ergänzt durch Interviews mit Bruno (1999) und untermalt mit Geräuschen aus dem Regenwald und original Penan-Musik. Entstanden ist ein 74-minütiges Hörbild, das die "Tagebücher" ideal ergänzt.

Mit beiliegendem Talon können Sie die "Tagebücher" (104.- Fr. inkl. Porto) sowie die Hörbild-CD bestellen (Fr. 25.-). Mit dem Erlös unterstützen Sie die Arbeit des Bruno-Manser-Fonds - herzlichen Dank!

Am 8. Juni findet um 20:15 Uhr am Theater Stadelhofen in Zürich eine weitere Veranstaltung zu den Tagebüchern statt - Details auf Anfrage.

Along Sega - Penan-Führer und wichtige Figur in den "Tagebüchern" - beim Zapfen von Pfeilgift.

Impressum

Tong Tana

Zeitschrift des Bruno-Manser-Fonds (BMF)

Verein für die Völker des Regenwaldes

Heuberg 25, CH-4051 Basel

Telefon 061 261 94 74

Fax 061 261 94 73

E-mail: info@bmf.ch

Internet: http://www.bmf.ch

Redaktion: John Künzli

Autoren: J. Künzli (jk), Christoph Wiedmer (cw), Dominik Bucheli (db).

Fotos: Bruno Manser

Titelbild: cover "Tagebücher", Atelier Dillier, Basel

Übersetzungen: Robert Gogel (französisch), Sandra Lilley (englisch)

Auflage: 4500 (3000 deutsch, 1000 französisch, 500 englisch)

Erscheint dreimal jährlich

Auf Spenden sind wir angewiesen – herzlichen Dank!

Spendenkonti Schweiz/Liechtenstein:

Postkonto 40-5899-8

Bank Coop, CH-4002 Basel, Konto 421329.29.00.00-5

Frankreich: La Poste, Strassburg, N° CCP 2.604.59T

Deutschland: Deutsche Bank, Lörrach (BLZ 683 700 24) Konto 1678556; IBAN = DE85 6837 0024 0167855600

Satz und Druck: Gremper AG, Basel

 

 

 



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