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Aktualisierung 2002-06-10
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Bruno-Manser-Fonds (BMF)
Verein für die Völker des Regenwaldes
Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)
Presse-Erklärung 19. Juni 2002
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Petition für den Schutz der
Tropenwälder eingereicht
Bern, 19. Juni 2002
Der Bruno-Manser-Fonds (BMF) und die Gesellschaft
für bedrohte Völker (GfbV) haben heute in Bern
eine Petition an den Bundesrat eingereicht, welche
Massnahmen zum Schutz der tropischen Regenwälder
verlangt. Die beiden Organisationen fordern den Austritt der
Schweiz aus der Internationalen Tropenholzorganisation
(ITTO) und ein Importmoratorium für Tropenholz aus
Raubbau. Gleichzeitig wird in einer Interpellation im
Nationalrat der Bundesrat zu Abklärungen für
flankierende Massnahmen aufgefordert.
Die Internationale Tropenholzorganisation (ITTO) wurde mit
dem Ziel gegründet, bis ins Jahr 2000 verbindliche
Richtlinien für eine nachhaltige Nutzung der
verbliebenen Tropenwälder festzulegen. Die
Bemühungen zur Erreichung dieses Ziels sind
gescheitert. Deshalb reichten heute als Urwaldtiere
verkleidete Aktivistinnen und Aktivisten des
Bruno-Manser-Fonds (BMF) und der Gesellschaft für
bedrohte Völker (GfbV) eine Petition mit mehr als 6000
Unterschriften bei der Bundeskanzlei ein. Darin wird ein
Austritt aus der ITTO gefordert wie auch ein
Importmoratorium für Tropenholz aus Raubbau. BMF und
GfbV verlangen, dass die durch einen Austritt eingesparten
Mittel von jährlich über 2 Mio. Franken für
gemeinsame Waldschutzprojekte der Schweiz mit indigenen
Bevölkerungsgruppen in Tropenwaldgebieten genutzt
werden.
Flankierende Massnahmen im Parlament
Bereits wurde von Nationalrat Remo Gysin (SP/BS) eine
Interpellation im Parlament eingereicht, welche den
Bundesrat um Abklärungen für flankierende
Massnahmen auffordert. Mit der Einführung einer
generellen Deklarationspflicht für Holz und
Holzprodukte, einer Zertifizierung von Holz aus nachhaltiger
Produktion und verschiedenen Fördermassnahmen für
den Schutz des Tropenwaldes und seiner Völker
könnten die letzten bestehenden Tropenwälder
geschützt werden. Sowohl der Bundesrat wie die ITTO
zögern jedoch weiter, wirksame Schritte einzuleiten.

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-> Petitionstext
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