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Bruno Manser Fonds
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updated 2001-01-31
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Basel/Switzerland, July
26th 1999 / 26. Juli 1999
Press Release
Presse-Erklärung
Foto: BMF
German text
Jumbo verkauft Gartenmöbel aus RaubbauAchtung: der Bruno-Manser-Fonds
warnt vor dem Kauf von Gartenstühlen, Tischen und Bänken aus
der JUMBO-Serie Camping 99, die in allen Schweizer JUMBO-Filialen anzutreffen
sind. Die Möbel sind in der Regel einfach gekennzeichnet als "Holztisch"
oder "Klappstuhl aus Hartholz", ohne die Holzart und das Herkunftsland
zu nennen. Nur an einzelnen Möbelstücken ist eine Hänge-Etikette
mit dem Signet eines Hirschen und Pflegehinweisen angebracht. Der Text
gibt als Holzart Keruing und Balau an und ermuntert die Kunden zu bedenkenlosem
Kauf: Die Ware stamme "aus staatlich kontrollierter Forstwirtschaft in
Sarawak mit Wiederaufforstung".
Was staatlich kontrollierte Forstwirtschaft in Sarawak bedeutet, wissen
wohl bald alle. Keruing und Balau sind Harthölzer, die aus Raubbau
am Urwald stammen. Es ist nicht auszuschliessen, dass sie im Gebiet der
Penan - der letzten Wald-Nomaden von Borneo - geschlagen worden sind.
Es gibt unseres Wissens keine Aufforstungen mit diesen beiden Hartholzarten,
weder in Malaysia noch sonstwo in Südost-Asien. JUMBO, der sich wohl
bis heute im guten Vertrauen auf korrekte Angaben seines Lieferanten verlassen
hat, macht sich mit dem Verkauf dieser Möbel an den Waldbränden
in Borneo mitverantwortlich, da diese nachweislich durch die Plünderung
der Urwälder begünstigt werden.
Der BMF bittet die JUMBO-Direktion, das Möbelsortiment Camping
99 sofort aus dem Handel zu nehmen und bis heute realisierte Gewinne vollumfänglich
Wald- und Brandschutzprojekten oder sozialen Projekten im Sinne der Waldbewohner
Sarawaks zukommen zu lassen.
Foto: BMF
Foto: BMF
Foto: BMF
Foto: BMF
Foto: BMF
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