Bruno Manser Fonds Aktualisierung 2001-12-04 |
Basel, 22. Oktober 2001Presse-Erklärung300 Schweizer Gemeinden verzichten auf Holz aus RaubbauBirmenstorf AG ist die 300. Gemeinde, die sich der vom Bruno-Manser-Fonds 1997 lancierten Gemeindekampagne angeschlossen hat. Damit verpflichtet sie sich, auf Holz aus Raubbau zu verzichten, also insbesondere auf Holz aus den tropischen Regenwäldern (Brasilien, Kamerun, Malaysia usw.) oder aus den Nadelwäldern des Nordens (z.B. Kanada, Sibirien). Die in diesen Gebieten praktizierte Forstwirtschaft ist kaum je sozial verträglich oder ökologisch nachhaltig, und die verbleibenden Urwälder werden rücksichtslos geplündert. Gleichentags hat auch die bernische Gemeinde Wahlern beschlossen, künftig bei den eigenen Bauten einheimisches Holz zu bevorzugen. Mit dieser Selbstverpflichtung schöpfen diese 300 Schweizer Gemeinden unter-schiedlichster Grösse (mit einer Bevölkerung von insgesamt 2,84 Mio.) die ihnen zustehenden Kompetenzen aus, gemäss dem Motto "Global denken - lokal handeln". Dagegen haben es die eidgenössischen Räte und der Bundesrat bis jetzt nicht einmal geschafft, eine Deklarationspflicht nach Art und Herkunft für Holz- und Holzprodukte einzuführen! Der BMF dankt allen Gemeinden, die in öffentlichen Bauten auf Holz aus Raubbau verzichten und fordert alle anderen Schweizer Gemeinden auf, ebenfalls einen solchen Beschluss zu fassen und damit ein Zeichen für eine lebenswerte Zukunft zu setzen! Unterlagen zur Gemeindekampagne und eine aktuelle Liste der auf Raubbauholz verzichtenden Gemeinden sind beim BMF erhältlich. |