Bruno Manser Fonds Aktualisierung 2000-11-15 |
17. November 2001, 12:00 amPresse-ErklärungMenschenrechtspreis für Bruno Manser"Wer begriffen hat und nicht handelt, hat nicht begriffen!" Bruno Manser Der Bruno-Manser-Fonds (BMF) bedankt sich bei der internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IgfM) für die Auszeichnung unseres Präsidenten und Gründers Bruno Manser mit dem diesjährigen Menschenrechtspreis. Zweifellos gebührt Bruno Mansers Arbeit höchste Anerkennung. Sein Einsatz für den Erhalt der Regenwälder sowie sein Einsatz für die Penan und andere indigene Völker unserer Welt war und ist nicht nur national sondern weltweit herausragend! Ehre wem Ehre gebührt!Brunos Einsatz für das bedrohte Volk der Penan im malaysischen Gliedstaat Sarawak sei unvergesslich und wertvoll, schreibt die Gesellschaft. Es fragt sich, was die Schweizer Sektion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte ein illustrer Kreis aus Politik und Wirtschaft unter Brunos Werk versteht: Das Importmoratorium für Holz aus Sarawak? Die Deklarationspflicht nach Art und Herkunft für alle Hölzer? Seinen Appell an die Händler, kein Holz aus Raubbau mehr zu verkaufen? Seine Forderung, die Schweiz möge sich aktiv international für das Überleben der Penan und anderer indigener Völker einsetzen? Sämtliche dieser Forderungen sind politisch sabotiert und abgelehnt worden! Von allen Seiten klopfte man Bruno für seinen Einsatz auf die Schultern nur um ihn dann fast alleine stehen zu lassen! Mit dieser Haltung wurde auch Brunos grösstes Verdienst entwertet: die Sensibilisierung der Schweizer Bevölkerung für die Problematik in den Regenwäldern dieser Erde! Und diese Haltung war es auch, die Bruno verzweifeln und letztlich verschwinden liess. Mit Hinweis auf das Eingangszitat von Bruno stellt der BMF klar: Viel wertvoller als Preise und Ehrungen war/ist es Bruno Manser, wenn sich alle dort, wo sie ihren Einfluss geltend machen können, für die Anliegen der Urvölker und Urwälder einsetzen würden! Der BMF fordert Vorstand und Mitglieder der IGfM rund um Nationalrätin Lisbeth Fehr (ihre SVP war treibende Kraft hinter der Ablehnung der Deklarationspflicht), alt Nationalrat François Loeb (bekämpfte Deklarationspflicht im Nationalrat, das Warenhaus Loeb verkauft nach wie vor Tropenholz aus Raubbau) und Vizepräsident und alt Ständerat Ueli Zimmerli (verweigerte Bruno Manser das Gespräch, bekämpfte die Deklarationspflicht aus ideologischen Gründen) auf, ihre Kompetenzen endlich wahrzunehmen und zu handeln! |